Rheinpfalz Berlin-Flüge: Möglicher Start im Mai

Zweibrücken. Trotz der Einstellung der Fluglinie Bremen-Zürich nach nur einem Monat Betrieb am vergangenen Freitag plant die Rostock Airways weiterhin, ein Netz von Regionalflugverbindungen in Deutschland aufzuziehen. Wie berichtet, will Rostock Airways eine tägliche Verbindung Zweibrücken-Berlin einrichten.
In Kürze sei mit einer offiziellen Äußerung der Fluglinie zu rechnen, sagte der Justiziar von Rostock Airways, Roland Ehrsam, der RHEINPFALZ. Dem Vernehmen nach liegt ein unterschriftsreifer Vertrag mit dem Flughafen Zweibrücken vor. Er sieht montags bis freitags einen Morgenflug gegen 7.30 Uhr ab Zweibrücken nach Berlin-Tegel und eine Rückkehr gegen 19.45 Uhr vor. Samstags soll es nur hin in die Hauptstadt gehen, sonntags zurück. Mit der so genannten Tagesrandverbindung will der Veranstalter Geschäftsreisende vornehmlich aus der Westpfalz und dem Saarland bedienen, aber auch Freizeitreisende.
Rostock Airways verfügt nicht selbst über Flugzeuge, sondern setzt im Auftrag Fluggesellschaften mit entsprechenden Lizenzen ein. Für die im Februar bediente Linie Bremen-Zürich hatte das Unternehmen die österreichische Air Alps beauftragt. Laut Ehrsam ist der Grund für die Einstellung der Strecke, dass sich erneut Schwierigkeiten beim geplanten Kauf der Air Alpes durch Rostock Airways ergeben hätten.
Rostock Airways verhandelt, oder tat dies zumindest in der Vergangenheit, mit dem Air-Alps-Eigentümer über die Übernahme von 76 Prozent der Gesellschaftsanteile. Die Schwierigkeiten, den Abschluss zu tätigen, haben dem Vernehmen nach Folgen für Zweibrücken. Die geplante Aufnahme der Linienverbindung ab Zweibrücken zum Wechsel des Winter- zum Sommerflugplan am letzten März-Wochenende wird sich um einen Monat verzögern. Start der Linie, heißt es, könnte nun der 5. Mai sein.
Die Flughafen-Geschäftsführung wollte sich auf Anfrage noch nicht offiziell zur Aufnahme einer Berlin-Strecke äußern. (cps)