Rheinpfalz Bei Grundstücks-Geschäften liegt die VG Weilerbach weit vorn
Die sogenannten Bodenrichtwerte sind im Vergleich zu 2014 gestiegen, stärker als in den Jahren zuvor, im Schnitt um fast vier Prozent. 28 Prozent der Grundstücksgeschäfte, die in den vergangenen zwei Jahren im Landkreis Kaiserslautern abgewickelt wurden, sind in der Verbandsgemeinde Weilerbach getätigt worden.
So fasst Michael Loos, Abteilungsleiter im Vermessungs- und Katasteramt Westpfalz mit Sitz in Kusel, die Preisentwicklung im Kreis Kaiserslautern zusammen. Neue Baugebiete in Weilerbach und Schwedelbach haben laut Loos Umsatz beschert. In der VG Enkenbach-Alsenborn seien 21 Prozent der Bauplätze verkauft worden, in der VG Otterbach-Otterberg 19, elf Prozent aller Kaufverträge wurden in der VG Ramstein-Miesenbach unterschrieben. Allerdings sei in Miesenbach ein großes Neubaugebiet im Werden, so dass 2016 und 2017 mit verstärkten Verkäufen zu rechnen ist, blickt Loos in die Zukunft. Schlusslichter bei Grundstücksgeschäften waren 2014 und 2015 die VG Kaiserslautern Süd (zehn), Landstuhl (acht), Bruchmühlbach-Miesau (vier Prozent). Der Einfluss des US-amerikanischen Marktes ist nach Auffassung des Gutachterausschusses weiter vorhanden, die Nähe zu Kaiserslautern habe aber größeren Einfluss. so hätten vor allem Otterberg, Hochspeyer, Trippstadt und Enkenbach-Alsenborn Neubürger begrüßt. Was den höchsten Preis angeht, hat Otterberg Weilerbach auf Platz zwei verwiesen. 188 Euro pro Quadratmeter wurden dort mehrfach in einem Baugebiet gezahlt (Weilerbach: 185). 177 Euro pro Quadratmeter kosten die teuersten Bauplätze in Mackenbach und Ramstein, 167 Euro in Landstuhl. „Ausschlaggebend für die Attraktivität und damit auch für den Preis bei Neubaugebieten sind Lage und Verkehrsanbindung“, stellt Loos fest. Auch der Trend zu ebenen Bauflächen und dem Bauen ohne Keller fließe ein. Dabei drücke sich jeder Kilometer Entfernung von der Autobahn im Bodenrichtwert aus. Auch spiele die Topographie der Bauplätze eine Rolle. Bei Gewerbeflächen ist laut Gutachterausschuss keine große Bewegung zu verzeichnen. Größere Gebiete wie das Industriegebiet Nord mit genügend Angebot bewirkten, dass das Niveau selten über 30 Euro pro Quadratmeter steigt. Bei den landwirtschaftlichen Bodenrichtwerten ist Loos zufolge erstmals seit langer Zeit wieder ein Aufwärtstrend erkennbar. Der Wert von Ackerland stieg um sechs Prozent, der von Grünland um neun und der von Wald (inklusive Aufwuchs) sogar um 19 Prozent. Die Werte variierten allerdings von Gemarkung zu Gemarkung. Acker ist mit 30 Cent pro Quadratmeter in Niederkirchen am günstigsten zu haben, während in Baalborn schon 1,15 Euro gezahlt werden müssen. Den höchsten Wert weist Enkenbach mit 1,40 Euro aus. (bgu/dre)