Rheinpfalz „Begehrt, gefürchtet und anerkannt“

Bei der Bürgermeisterwahl am 22. November können die FWG-Ortsvereine in der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land eigenverantwortlich entscheiden, ob sie die Amtsinhaberin Silvia Seebach (CDU) – sie ist bislang noch die einzige Kandidatin – unterstützen. Das sagte der Gemeindeverbandsvorsitzende Rudi Zimmermann vor 15 Mitgliedern bei der FWG-Jahreshauptversammlung im Lemberger Gasthaus „Zum Schloss“.

Allerdings hielt Zimmermann auch nicht mit seiner eigenen Meinung hinter dem Berg: „Warum sollten wir Bewährtes und Zurückliegendes nicht fortsetzen?“ Denn zusammen mit der CDU mache man die Arbeit in der Verbandsgemeinde recht gut. Dies sei auch der Tatsachen geschuldet, dass der Frontmann der FWG aus der Hackmesserseite, Günther Röhm, als erster Beigeordneter nun Stellvertreter von Bürgermeisterin Silvia Seebach sei. Zudem habe ich sich der Wechsel im Fraktionsvorsitz bei der CDU positiv ausgewirkt. Der bisherige Amtsinhabers, Klaus Müller, wurde zweiter Beigeordneter, Bernd Gehringer (Obersimten) übernahm seine Funktion. Dass die Zusammenarbeit der FWG und der CDU im Verbandsgemeinderat gut funktioniere, betonte auch Günther Röhm selbst. Die Ratsmitglieder seien gut informiert durch gemeinsame Fraktionssitzungen. Das Klima im Rat bewertete er als „ganz positiv“. Auch persönlich fühle er sich sehr gut informiert, zumal er regelmäßige Gespräche mit der Bürgermeisterin habe. Deren Vertretung durch ihn klappe ganz gut. Auch für die Verwaltung, die mit einer Fülle von Aufgaben betraut sei, hatte er lobende Worte übrig. Die Mitarbeiter haben laut Röhm gute Verbindungen zur Chefetage. Aus der Fraktion berichtete der stellvertretende Sprecher, Jürgen Becker aus Ruppertsweiler. Die Hausaufgaben seien gemacht. Die Preise für Wasser und Abwasser seien stabil gehalten worden. Im nächsten Jahr funktioniere dies durch größere Projekte allerdings nicht mehr. Ganz wichtig ist es laut Becker gewesen, dass die Verbandsgemeinde das Thema Tourismus aufgegriffen und an sich genommen hat. Anknüpfend an seinen Bericht bei der Generalversammlung 2014 betonte Zimmermann, dass man gestärkt aus den Kommunalwahlen 2014 hervorgegangen sei. So habe man der SPD durch die Steigerung auf nun 24,1 Prozent der Stimmen im Verbandsgemeinderat Pirmasens-Land einen Sitz abgerungen. Den größten Sprung nach vorne habe es jedoch bei der Ortsgemeinderatswahl Lemberg gegeben. Dies habe der örtlichen FWG jedoch nichts genutzt, nachdem sich die CDU zur „Elefantenhochzeit“ mit der SPD entschieden habe. Nun habe man in Lemberg eine tolle Regierung, deren Ortsbürgermeister keine Fehler mache und wo eine Gerätehalle statt eines Bauhofes des Zuschusses wegen gebaut werden soll, meinte Zimmermann zynisch. „Wir haben in Lemberg so eine tolle Regierung, dass Bürger gegen sie sogar vor Gericht ziehen“, legte der FWG-Gemeindeverbandsvorsitzende nach. Das änderte aber nichts an seinem insgesamt positiven Fazit: „Wir sind mehr als gut aufgestellt“, sagte Zimmermann mit Blick darauf, dass man angefangen vom Kreisrechtsausschuss über den Kreisvorstand der FWG bis hin zum stellvertretenden Schiedsmann der VG als FWG Pirmasens-Land überall vertreten sei. „Bei der Kommunalwahl waren wir gut aufgestellt und sind auch jetzt noch gut aufgestellt. Wir als FWG Pirmasens-Land sind begehrt, gefürchtet und anerkannt“, fasste Zimmermann zusammen. Obwohl die Mitgliedschaft bei den Freien Wählern in der Verbandsgemeinde beitragsfrei ist und sich deren Arbeit nur über Abgaben der sieben FWG-Ratsmitglieder sowie das jährliche FWG-Fest finanziert, konnte Anna Baumgärtner einen positiven Kassenbericht vortragen. „Wir sind im Plus und haben immer was in der Kasse“, so die Kassenwartin. Dazu beitragen soll auch das FWG-Sommerfest 2015, das am 29. August am Sportheim Vinningen steigen soll. (dan)

x