Rheinpfalz BASF: Neue Vorwürfe nach Explosion erhoben

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Ludwigshafen. Eine für gestern im Umweltausschuss des Mainzer Landtags anberaumte Debatte über die Explosion vom 17. Oktober bei der BASF wurde kurzfristig vertagt. Derweil sind jedoch neue Vorwürfe gegen den Chemiekonzern laut geworden. Die Rede ist von einem „Sicherheitsversagen mit Ansage“.

Die neuen Vorwürfe kommen von einem Zusammenschluss von Spezialisten im Dienstleistungsbereich von Arbeits- und Produktsicherheit, Gesundheitsschutz und Gefahrenabwehr, der unter „Sichermacher“ firmiert und seinen Sitz im niedersächsischen Burgwedel hat. In einem gestern verbreiteten Offenen Brief heißt es, dass das Ludwigshafener BASF-Werk in puncto Arbeitssicherheit den heutigen Ansprüchen nicht gerecht werde. „Umfangreiche Erhebungen“ hätten zu Tage gebracht, dass die Sicherheitsmaßnahmen des Chemiekonzerns nur dem Anforderungsniveau der 1990er Jahre gerecht würden. Vertreter der BASF, darunter der Vorstand, seien über die Probleme informiert gewesen, schreiben die „Sichermacher“. Sie gehen davon aus, dass sich ein Geschehen, wie die Explosion vom 17. Oktober, an anderer Stelle des Werkgeländes wiederholen könnte – eventuell sogar mit „weitaus verheerenderem Ausmaß“. Die BASF bestätigte gestern, dass der Verfasser des offenen Briefs seit einiger Zeit Schreiben an die BASF geschickt habe. Die Vorwürfe zum Sicherheitsmanagement des Konzerns blieben stets im Ungefähren und würden nicht konkretisiert oder durch Dokumente belegt. Die BASF habe die Vorwürfe gegenüber dem Verfasser zurückgewiesen, so eine Sprecherin. Laut „Sichermacher“ seien auch die zuständigen Behörden über die Probleme informiert gewesen. Unter anderem habe Kontakt zur Mainzer Staatskanzlei bestanden. Von dort hieß es gestern, dass am 3. Mai ein Anschreiben eingegangen sei. Das Bürgerbüro habe es am 25. Mai beantwortet. Der Vorgang sei an das zuständige Arbeits- und Sozialgericht weitergeleitet worden. |gana

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