Rheinpfalz AN RHEIN UND SAAR: BASF-Unglücksstelle freigegeben

Knapp sechs Wochen nach der tödlichen Explosion bei der BASF in Ludwigshafen hat die Staatsanwaltschaft die Unglücksstelle freigegeben. Die Bauteile, die unmittelbar von dem Ereignis betroffen waren, seien gesichert und abtransportiert worden, sagte gestern der Leitende Oberstaatsanwalt in Frankenthal, Hubert Ströber, so auch eine Rohrleitung, die fälschlicherweise angeschnitten worden war. Andere Rohrstücke in der Umgebung seien noch beschlagnahmt. Sie würden vorsorglich begutachtet, um ausschließen zu können, dass es noch eine andere Ursache für die Explosion gebe als die bisher bekannte, sagte er. Anhaltspunkte dafür gebe es aber nicht. Der mutmaßliche Verursacher der Explosion – ein Mitarbeiter einer Fremdfirma – schweigt laut Staatsanwaltschaft weiter. Er steht im Verdacht, die falsche Leitung angeschnitten und einen Brand verursacht zu haben, dem die Explosion folgte. Bei dem Unglück am 17. Oktober wurden drei Menschen getötet, einer starb später. 29 Menschen wurden teils schwer verletzt. Die rheinland-pfälzische Grünen-Landesvorsitzende Katharina Binz will entgegen ihrem bisherigen Plan erneut um das Amt ins Rennen gehen. „Leicht ist mir diese Entscheidung nicht gefallen, aber nach vielen Gesprächen bin ich zu dem Schluss gekommen, nochmals zu kandidieren“, schrieb Binz gestern auf ihrer Facebook-Seite. |lrs