Rheinpfalz 120 Euro mehr pro Monat
Ramstein-Miesenbach (mibo). An einer Kundgebung vor dem Tor der US-Airbase in Ramstein beteiligten sich gestern 600 Zivilbeschäftigte der amerikanischen Streitkräfte aus der gesamten Westpfalz.
Mit dieser Aktion und einem eintägigen Warnstreik unterstützten sie die Verdi-Forderung in der aktuellen Tarifrunde nach einem Festbetrag von 120 Euro pro Monat mehr für alle. In bisher zwei Verhandlungsrunden konnten sich Gewerkschaft und Arbeitgeber bislang nicht auf einen neuen Tarifvertrag für die rund 7200 Zivilbeschäftigten der amerikanischen Streitkräfte in Rheinland-Pfalz und dem Saarland einigen. Während die Arbeitnehmer-Vertreter auf ihrer Forderung nach einer einheitlichen Erhöhung der Einkommen beharren, haben die Arbeitgeber bislang eine lineare Erhöhung um 1,3 Prozent angeboten. „Unsere Forderung nach einer einheitlichen Erhöhung der Einkommen für alle hat auch den Hintergrund, dass Rheinland-Pfalz für die Arbeiterinnen und Arbeiter bei den Stationierungsstreitkräften inzwischen ein tarifliches Niedriglohn-Gebiet ist,“ erklärte Jürgen Dehnert von Verdi gestern am Rande der Kundgebung. „Die Lohntabellen weisen deutlich niedrigere Löhne aus als in anderen Bundesländern, zum Beispiel dem Rhein-Main-Gebiet.“ Nach Angaben der Gewerkschaft könne dieser Unterschied für die gleiche Tätigkeit bis zu 300 Euro im Monat bedeuten.