Sport Zur Sache: Christoph Hemlein – von der Alm auf den Betze

Agil: Christoph Hemlein.
Agil: Christoph Hemlein.

Schnell, dynamisch, ein Typ mit Feuer: Christoph Hemlein (27), seit vier Jahren bei Arminia Bielefeld, wechselt zum 1. Juli vom Zweitliga-Vierten zum Zweitliga-Absteiger 1. FC Kaiserslautern. Bei Arminia bekam der in Heidelberg geborene Profi keinen Vertrag mehr, bei FCK ein Arbeitspapier für zwei Jahre. Auf der Alm hatte Hemlein seinen Stammplatz am rechten Flügel an Leandro Putaro (21) und den bei 1899 Hoffenheim und beim VfB Stuttgart gehandelten Roberto Massimo (18) verloren.

"Hemlein passt gut zum FCK“

Jeff Saibene setzt bei Arminia auf Jüngere. Aber Hemlein passt gut zum FCK“, urteilt Sportredakteur Jörg Fritz von der „Neuen Westfälischen“ in Bielefeld. Aus Altersgründen hat die Arminia auch Florian Dick, der im Herbst 34 wird, verabschiedet. Der rechte Verteidiger, von 2008 bis 2014 beim FCK, ist dort wieder Thema. „Schon als Kind war ich auf dem Betzenberg und habe gemerkt, dass es etwas Besonderes ist, hier zu spielen. In den vergangenen Jahren spürte ich dieses Feeling dann als Gegner des FCK. Umso mehr freut es mich jetzt, das Trikot der Roten Teufel tragen zu dürfen“, sagt Hemlein und versichert: „Ich habe mich trotz anderer Angebote bewusst für diesen einzigartigen Verein entschieden. Für unser gemeinsames Ziel brauchen wir den Mythos Betzenberg.“

Ein Liebling der Fans

Hemlein, ein Spiele-Beschleuniger, wurde beim FV Nußloch, FC Zuzenhausen und der TSG Hoffenheim ausgebildet. Er war auf der Alm dank seines Kampfgeists ein Liebling der Fans. Beim VfB Stuttgart kam er unter Trainer Bruno Labbadia zu drei Bundesliga-Einsätzen. Für den 27-Jährigen stehen bisher 85 Zweitliga-Spiele (4 Tore/9 Vorlagen), 98 Drittliga-Spiele (17 Tore/17 Vorlagen) und 29 Spiele in der Ersten Liga der Niederlande beim NEC Nijmegen (4 Tore/4 Vorlagen) zu Buche. „Er kennt die Dritte Liga und weiß, wie man aufsteigt“, urteilt FCK-Sportvorstand Martin Bader über den 1,81 Meter großen Flügelspieler: „Christoph Hemlein ist ein Spieler, der die richtigen Charaktereigenschaften für den Betze mitbringt. Er zeichnet sich durch Willen, Einsatz und Leidenschaft aus.“ So wie Brandon Borrello, der mit Kreuzbandriss lange ausfällt. Der Australier hat ein Vertragsangebot des FCK, aber offenbar auch Anfragen des SC Freiburg und des Hamburger SV.
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