Fußball
Wenn alte Freundschaften ruhen: Prokopchuk kommt mit dem FKP zu den Ex-Kollegen vom FCK II
In der Vorsaison war es zwischen dem 1. FC Kaiserslautern II und dem FK Pirmasens ein Duell um Rang zwei und die Teilnahme an den Aufstiegsspielen – diesmal geht es um Platz eins und den direkten Aufstieg in die Regionalliga. Derzeit hat Tabellenführer FCK II die Nase vorne, weil der FKP zuletzt zweimal patzte. Erst beim 1:2 im Nachholspiel bei der TuS Koblenz, dann vergangenen Samstag beim 0:1 im Heimspiel gegen Rot-Weiß Koblenz. Vier Punkte Vorsprung hat das Team von Trainer Alexander Bugera vor dem Spitzenspiel am Freitagabend (19 Uhr, Platz 4 am Betzenberg) auf den Verfolger aus Pirmasens.
Für einen Spieler ist die Partie so oder so etwas Besonderes. Oskar Prokopchuk trug in der vergangenen Saison noch das Trikot des FCK II, erzielte in 32 Spielen 16 Tore. Seit Mitte August spielt der 20-jährige Pirmasenser für den Verein aus seiner Heimatstadt. 19 Spiele hat er mittlerweile für den FKP in der Oberliga bestritten, dabei sechs Tore erzielt. „Ich würde das schon als besonderes Spiel sehen“, sagt Prokopchuk. „Es geht schließlich gegen meinen Ex-Verein. Es ist nicht so, dass ich deswegen nervöser wäre, aber es ist schon etwas anderes als zum Beispiel gegen Idar-Oberstein zu spielen.“
Gute Erinnerung ans Hinspiel
Aufseiten des FCK II wäre sicher auch der gebürtige Pirmasenser Lucas Leibrock (20) gerne dabei gewesen. Doch daraus wird nichts. „Lucas hat sich einen Muskelfaserriss zugezogen“, berichtet FCK-Trainer Bugera. Wieder ein Rückschlag für Leibrock, der in der Vorsaison nach einer Kreuzbandverletzung erst in der Rückrunde auflaufen konnte. „Er hat schon eine gewisse Leidenszeit gerade“, sagt Bugera. „Er kämpft sich immer wieder heran, hat dann wieder eine Verletzung.“ Zudem muss Bugera im Spitzenspiel wohl auf Innenverteidiger Ivan Smiljanic verzichten, der sich beim 3:2-Sieg bei Cosmos Koblenz am vergangenen Sonntag bereits nach vier Minuten eine Oberschenkelverletzung zugezogen hatte.
An das Hinspiel, das Pirmasens mit 3:0 gewann, und in dem er eingewechselt wurde, hat FKP-Angreifer Prokopchuk gute Erinnerungen: „Da haben wir es richtig gut gemacht“, sagt der 20-Jährige und betont nach dem Fehlstart seines Teams im neuen Jahr: „Ein Sieg ist das Ziel. Es geht darum, mal wieder zu gewinnen und vielleicht eine neue Siegesserie zu starten – unabhängig davon, dass jetzt der FCK der Gegner ist.“
FCK II seit 15 Spielen ungeschlagen
Dagegen haben aber die Lauterer etwas. Zum Beispiel Shawn Blum, der beim 2:1-Sieg im Finale der Vorsaison gegen den FKP vor 5500 Zuschauern im Fritz-Walter-Stadion beide Tore erzielte. „Die letzten Heimspiele haben wir immer gegen Pirmasens gewonnen“, sagt der 23-Jährige. „Vor zwei Jahren mit 1:0, letztes Jahr 2:1. Ich hoffe, jetzt folgt das dritte Mal.“ Er verweist dabei auch auf die Serie von mittlerweile 15 Spielen ohne Niederlage (14 Siege) für den FCK II.
Klar ist auch, Prokopchuk kann keinerlei Schonung von seinen Ex-Kollegen erwarten. Der Innenverteidiger Drini Miftari (22) lacht bei der Frage, was er macht, wenn Prokopchuk auf ihn zukommen sollte und sagt: „Vor und nach dem Spiel sind wir Freunde. Während des Spiels dann nicht.“
