Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel SV Waldhof: Keine Sorgen, aber ein Problem

Felix Lohkemper (links) und Torschütze Masca feiern den 2:2-Ausgleich gegen Ingolstadt.
Felix Lohkemper (links) und Torschütze Masca feiern den 2:2-Ausgleich gegen Ingolstadt.

Mit 29 Punkten haben die Mannheimer die Hinrunde in der Dritten Liga abgeschlossen und stehen zu Beginn der Winterpause endlich mal wieder ohne Abstiegssorgen da.

Mit etwas mehr Fortune hätten es durchaus mehr Punkte sein können. Darauf wies auch Waldhof-Trainer Luc Holtz nach dem 2:2 am Samstag gegen den FC Ingolstadt hin.

„In Hoffenheim haben wir so gut gespielt, da hätten wir drei Punkte holen müssen“, sagte der Luxemburger. Auch den verlorenen Punkten aus der Last-Minute-Niederlage gegen den VfB Stuttgart II und dem 2:3 bei Alemannia Aachen trauert er durchaus hinterher. Punktemäßig sei die Mannschaft angesichts ihrer guten Entwicklung im Soll. „Durch das Polster zu den Abstiegsplätzen sind wir nicht immer im Stress. Das gibt uns Sicherheit“, betonte Holtz.

Trainingslager in der Türkei

Jetzt könnten Mannschaft und Staff über die Feiertage in Ruhe abschalten und die Hinrunde nüchtern analysieren: „Dann werden wir uns wieder sammeln und für die nächsten Monate durchstarten.“ Trainingsstart nach den Feiertagen ist beim Waldhof am Freitag, 2. Januar. Einen Tag später geht es dann schon für ein einwöchiges Trainingslager in die Türkei.

Auffällig ist bei den Ergebnissen der Hinrunde, dass der SV Waldhof viele Punkte gegen Mannschaften aus dem Tabellenkeller geholt hat, gegen die Teams an der Tabellenspitze hingegen recht wenige. Gegen die Top-Sechs gab es nur vier Punkte und gegen Rot Weiss Essen den einzigen Sieg – und der fiel beim 6:1 überaus deutlich aus. Zu dem knappen 1:2 beim MSV Duisburg gesellen sich auch deutliche Niederlagen wie beim 0:3 gegen Energie Cottbus und beim 1:4 gegen den VfL Osnabrück. „Der Unterschied zu den oberen Mannschaften ist nicht so groß. Wir sind gegen keine Mannschaft chancenlos – aber wir sind auch nicht so unterwegs, dass wir einen Gegner unterschätzen können“, sagte Holtz.

So tat sich der Waldhof vor wenigen Wochen beim 3:2-Sieg beim abgeschlagenen Schlusslicht 1. FC Schweinfurt 05 sehr schwer. Der Trainer: „Wir müssen immer an unser Leistungslimit gehen, dann können wir gegen jeden Punkte holen.“

Der Rasen passt nicht zum Spielstil

Ein deutliches Problem für die „Buwe“ ist derweil der Rasen im Carl-Benz-Stadion. „Wir haben eine Mannschaft, die richtig gut Fußball spielen kann. Wir tun uns extrem schwer, wenn die Platzverhältnisse so tief und schwierig sind. So bekommen wir riesige Probleme“, sagte Sport-Geschäftsführer Gerhard Zuber. Die Mannschaft definiere sich über Ballbesitzfußball: „Wir können zu Hause einfach nicht kicken. Das tut weh.“ Vielleicht müsse der Verein in der Winterpause gar nicht in Spieler investieren, sondern in eine neuen Rasen: „Wir schneiden uns so ins eigene Fleisch“, betonte der 50-Jährige, der betont, dass die Platzverhältnisse definitiv nicht am Greenkeeper lägen: „Es ist die Saat. Da wurde ganz viel Saat draufgesät, die gar nicht anwächst.“

Geld für neuen Rasen hätte Waldhof jedenfalls, wenn Zweitligist SC Paderborn die Ausstiegsklausel von Topscorer Kennedy Okpala in der Wintertransferperiode zieht, der gegen Ingolstadt aufgrund seiner Gelbsperre deutlich fehlte. Dann würden 550.000 Euro in die notorisch klamme Kasse der „Buwe“ fließen. Auch am Wochenende gab es zu den Gerüchten, dass sich der Spieler und die Ostwestfalen über eine Zusammenarbeit einig seien, nichts Neues.

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