FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Rote Teufel an Bremer Brücke vor hoher Hürde

Starker Rückhalt: FCK-Torwart Matheo Raab (rechts). Hier pariert er gegen Adrien Lebeau vom SV Waldhof.
Starker Rückhalt: FCK-Torwart Matheo Raab (rechts). Hier pariert er gegen Adrien Lebeau vom SV Waldhof.

Der 1. FC Kaiserslautern gastiert zum Fußball-Drittliga-Schlager beim VfL Osnabrück. Er muss dabei auf zwei sehr wichtige Spieler verzichten. Der junge Torwart Matheo Raab spielt eine ganz starke Saison. Sein Vertrag indes läuft aus.

Nein, langweilig wird es bestimmt nicht an der Bremer Brücke. Matheo Raab, der Torwart des Fußball-Drittliga-Zweiten 1. FC Kaiserslautern, wird im Schlagerspiel an diesem Samstag (14 Uhr, SWR, Magentasport, Liveblog auf rheinpfalz.de) beim VfL Osnabrück genügend zu tun bekommen. Die Gastgeber freuen sich auf ein gut gefülltes Stadion und sinnen darauf, sich für das 0:2 in der Hinrunde zu revanchieren und in der Tabelle dichter an den FCK heranzurücken. Der VfL hat ein Spiel weniger absolviert, holt am 26. März noch gegen Braunschweig nach, einen weiteren Aufstiegsanwärter. Für die in den vergangenen Monaten so erfolgreichen Lauterer kommt es darauf an, die richtigen Schlüsse aus dem 1:2 am Dienstag bei 1860 München zu ziehen. Es war die erste Niederlage seit dem 31. Oktober.

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Bei der wichtigen wie schwierigen Partie beim 2022 noch ungeschlagenen Zweitliga-Absteiger muss Mittelfeldspieler Mike Wunderlich zuschauen. Er handelte sich in München die fünfte Gelbe Karte ein. In Stürmer Terrence Boyd (Corona-Infektion) fehlt eine weitere Stammkraft.

Ziel: Einen Konkurrenten auf Abstand halten

Torwart Raab indes erachtet es als positiv, dass sich nur wenige Tage nach dem „Dämpfer“, der „verdienten Niederlage“ in München, eine gute Gelegenheit bietet, es wieder besser zu machen. „Es wird wieder ein sehr schweres Auswärtsspiel bei ziemlich voller Hütte“, sagt der 23-Jährige, „für uns geht es darum, einen direkten Konkurrenten auf Abstand zu halten.“

Dass der FCK, vor einem Jahr in Abstiegsgefahr, überhaupt so weit oben steht, das hat er zum Großteil seiner starken Defensive zu verdanken. Nur 18 Gegentreffer – der absolute Topwert der Liga. In 25 der 28 Partien stand Raab im FCK-Tor, er verzeichnet persönlich 13 Zu-null-Spiele, sein Vertreter Avdo Spahic drei. Der in Weilburg geborene Raab ist seit 2017 beim FCK, besitzt seit 2020 einen Profivertrag. Trainer Marco Antwerpen machte ihn vorigen Sommer zur Nummer eins. Dass es für das gesamte Team und auch für ihn selbst so gut laufen würde, „hätte ich mir auch persönlich nie so erträumt“. Gute Leistungen lassen den Marktwert steigen, und Raabs Vertrag beim FCK endet bald.

Erst Endspurt, dann Zukunft

Der Klub hat es versäumt, Raab, als er zur Nummer eins wurde, gleich länger zu binden. Nun läuft der FCK Gefahr, erneut einen Klasse-Torwart zu verlieren, und das ablösefrei. Raabs Kontrakt ist einer von 14 Lizenzspielerverträgen beim FCK, die am 30. Juni auslaufen. Viel Arbeit für Geschäftsführer Thomas Hengen. Im Falle Raabs möchte der im Profibereich vergleichsweise unerfahrene, 1,87 Meter große Torwart sein ganzes Augenmerk „auf den Endspurt und die wichtigen letzten zehn Saisonspiele“ legen. Dann erst gehe es um seine Zukunft. „So ist es von beiden Seiten kommuniziert“, sagt Raab im RHEINPFALZ-Gespräch gelassen.

Volle Energie und Konzentration in jedem Spiel

Er hat eine komfortable Verhandlungsposition und bleibt ruhig, weil er schon ungleich Härteres erlebt hat. Am 14. Oktober 2017 erlitt er im Oberliga-Spiel mit dem FCK II gegen Saar 05 Saarbrücken einen Schienbeinbruch, verlor dadurch rund ein Jahr.

Wenn er sich ertappt, über die Zukunft nachzudenken, erinnert er sich an diese düsteren Zeiten und weiß: Es geht weiter. Zudem sei er jemand, der „sich am liebsten auf eine Sache konzentriert“. Das sei nun das Sportliche. „Für mich waren viele Situationen in dieser Saison neu, ich bin nicht so erfahren, dass ich 300 Drittligamatches auf dem Buckel habe und alles grad so runterspiele. Ich brauche für jedes Spiel meine volle Energie und Konzentration.“ Gerade in Osnabrück.

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