Handball
Pfalzderby: Torwart geht entnervt
„Hochverdient“, beurteilte HSG-Trainer Gabriel Schmiedt den Zweibrücker Erfolg. „Der hätte, wenn man ehrlich ist, sogar noch höher ausfallen können“, sagte SV-Trainer Stefan Bullacher. Die Fehler, die seinem Team in der Schlussphase unterliefen, die ein deutlicheres Ergebnis verhinderten, „kann ich der Mannschaft verzeihen. Die Jungs waren stehend k.o.“
Zweibrücken gab vom Anpfiff weg Gas. Zusammenrücken hieß beim SV die Devise, nachdem sich Kreisläufer und Torjäger Kevin Knieps am Freitag kurz vor Ende des Abschlusstrainings verletzt hatte, passen musste. Das merkte man dem Spiel der Zweibrücker nicht an. Abwehrchef Tom Grieser setzte die ersten Akzente am Kreis. Zweibrücken traf und HSG-Torwart Roko Peribonio, im Hinspiel noch Matchwinner, verließ nach 18 Minuten entnervt das Tor. 11:7 führten die Zweibrücker da. Weil Kapitän Philipp Hammann mit klasse Toren von der rechten Außenbahn zu alter Stärke zurückfand und Torwart Alex Dörr dieses Mal das Keeper-Duell zu Gunsten der Zweibrücker entschied. Bis zur Halbzeit baute Zweibrücken den Vorsprung auf sechs Tore aus.
In der Kabine sei es lauter geworden, verriet Schmiedt. In der Hochphase nach dem Seitenwechsel machte die HSG mehr Druck und verkürzte den Rückstand auf drei Tore. Nach acht Minuten im zweiten Spielabschnitt übernahm Zweibrücken wieder das Kommando und führte nach 54 Minuten 31:22. Danach schlichen sich die von Bullacher angesprochenen Fehler ein. Zudem musste Zweibrücken eine schwere Verletzung verdauen: Benny Zellmer, in der Hinrunde wegen einer Schulterverletzung wochenlang außer Gefecht, kugelte sich erneut die Schulter aus.