Radsport RHEINPFALZ Plus Artikel Perfekte Allgäuer Teamarbeit in Göllheim

Das Podium in Göllheim: (von links) Moritz Augenstein, Tim Schlichenmaier, Dario Rapps.
Das Podium in Göllheim: (von links) Moritz Augenstein, Tim Schlichenmaier, Dario Rapps.

Das Team des RSC Kempten dominierte am Samstagabend das 30. Königskreuzrennen im nordpfälzischen Göllheim.

Tim Schlichenmaier gewann das Radkriterium der Männer CT & Elite-Amateure über 60 Runden à 1,2 Kilometer vor seinen Mannschaftskollegen Moritz Augenstein und Dario Rapps. Der Göllheimer Lokalmatador Joshua Asel, der für das Team Möbel-Ehrmann fährt, landete bei seinem Heimrennen auf dem zehnten Platz.

„Unser Plan ist voll aufgegangen. Besser hätte es wirklich nicht laufen können“, freute sich Tim Schlichenmaier nach dem Dreifacherfolg des Team aus dem Allgäu. „In den ersten beiden Wertungsrunden sollte Dario auf die Punkte fahren. Dann haben Moritz und ich vorgehabt, auszubrechen und wegzufahren“, erzählte er.

Ein Duo verschärft das Tempo

Ab Runde 15 verschärften Schlichenmaier und Augenstein dann das Tempo. Die Konkurrenten kamen nicht mehr hinterher und mussten abreißen lassen. Zur Rennhälfte hatte das Kemptener Duo schon einen Vorsprung von 45 Sekunden auf das Feld. Zunächst wechselten sich Schlichenmaier und Augenstein bei den Wertungsrunde vorne ab. „Wer auf die eins von uns beiden hätte fahren sollen? Wir machen das eigentlich immer einfach nach Gefühl aus. Das ist kein großes Ding. Diesmal war es ich, beim nächsten Mal ist es ein anderer aus unserer Mannschaft. Wir sind ja ein Team, die Hauptsache ist, dass der RSC Kempten am Ende oben auf dem Podest steht“, sagte Schlichenmaier, der die meisten Punkte (31) einsackte.

Vor der achten Wertung war es dann so weit. Das Spitzenduo überrundete die Konkurrenz und sorgte dafür, dass die beiden ersten Plätze frühzeitig vergeben wurde. In den abschließenden drei Wertungen arbeiteten Schlichenmaier und Augenstein dann noch zusammen mit dem vierten Teammitglied Marco König für Dario Rapps. Der deutsche Kriteriumsmeister holte sich dann auch noch die nötigen Punkte, die ihn als Dritter noch aufs Podest hievten.

Freude beim Veranstalter

Rheinland-Pfalz-Meister David Büchler vom Skull Racing Team lieferte Rapps bis zum Schluss zwar einen Kampf um Rang drei, musste sich aber mit Rang vier begnügen und konnte den Kemptener Dreifach-Triumph nicht verhindern. „Es hat wieder viel Spaß hier gemacht. Die Bedingungen waren gut“, lobte Sieger Tim Schlichenmaier. „Alles ist unfallfrei über die Bühne gelaufen, das Wetter hat auch mitgespielt“, freute sich Klaus Fischer, der Vorsitzende des gastgebenden RV Falke Göllheim.

Lokalmatador Jörg Asel aus Göllheim fuhr das Rennen über die 72 Kilometer zu Ende, kam auch bei drei Wertungsrunden unter die ersten vier und holte fünf Punkte. Doch letztlich musste auch er sich der Kemptener Dominanz geschlagen geben. „Natürlich hätte ich es mir schöner vorgestellt, aber es ist jetzt auch kein Beinbruch“, sagte Asel.

x