Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Nach Waldhof-Skandalspiel in Cottbus: Basler fordert Sperre für Schiedsrichter

Mit seinem Podcasst ist Mario Basler regelmäßig auch live zu sehen.
Mit seinem Podcasst ist Mario Basler regelmäßig auch live zu sehen.

Beim Drittliga-Spiel zwischen Energie Cottbus und Waldhof Mannheim wird ein klares Tor nicht gegeben. Ex-FCK-Profi Mario Basler findet dazu drastische Worte.

Um steile Thesen war er noch nie verlegen: Jetzt hat sich Ex-Bundesliga-Star Mario Basler mächtig über die Vorkommnisse im Drittliga-Skandalspiel zwischen Energie Cottbus und dem SV Waldhof Mannheim (1:1) am vergangenen Sonntag aufgeregt. In der Nachspielzeit hatte der Cottbuser Nyamekye Awortwie-Grant das vermeintliche 2:1 geköpft, doch Schiedsrichter Ben Henry Uhrig gab den Treffer nicht, obwohl der Ball die Linie klar überschritten hatte, wie Bildaufnahmen bewiesen. In der Dritten Liga wird keine Torlinientechnologie angewandt.

„So was Unfassbares habe ich noch nie gesehen“, sagte Basler in der neuesten Ausgabe seines Podcasts „Basler ballert“ über die krasse Fehlentscheidung. Die Hauptschuld beim nicht gegebenen Cottbuser Tor gab der 57-Jährige, der in Neustadt an der Weinstraße geboren wurde, zwar dem Linienrichter, weil dieser die beste Sicht auf die Situation gehabt habe. Aber auch Hauptschiedsrichter Uhrig bekam sein Fett weg, Basler forderte gar noch nie dagewesene Konsequenzen. „Da musst du wirklich fragen, ob die noch den richtigen Job machen“, schimpfte der frühere FCK- und Bayern-Profi. „Du musst diesen Schiedsrichter jetzt auch mal sperren, für vier Wochen. Die Trainer nehmen ja auch ihre Spieler raus, wenn sie schlechte Leistung bringen.“

Bei Tumulten nach dem Spiel gerieten auch Gerhard Zuber vom Waldhof (am Boden) und „Pele“ Wollitz aneinander.
Bei Tumulten nach dem Spiel gerieten auch Gerhard Zuber vom Waldhof (am Boden) und »Pele« Wollitz aneinander.

Nach dem Abpfiff in Cottbus war es zu Tumulten und Rudelbildungen gekommen, in deren Verlauf Energie-Trainer Claus-Dieter „Pele“ Wollitz Waldhof-Sportgeschäftsführer Gerhard Zuber unabsichtlich auf den Fuß getreten war. Der Mannheimer Manager war daraufhin vergleichsweise theatralisch zu Boden gegangen. Die beiden Streithähne räumten ihre Differenzen später aus. Wollitz hatte das Schiedsrichter-Trio zum Schutz für möglichen Übergriffen in der aufgeheizten Stimmung im Stadion der Freundschaft in die Kabine begleitet. „Wenn es einer sehen kann, dann der Assistent, der hat die beste Sicht. Und dann einfach mal den Torwart fragen: War der drin oder war der nicht drin? Da können wir ja mal über die Ehrlichkeit diskutieren„, sagte der ehemalige FCK-Profi Wollitz zu der Aufregerszene.

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