Fußball Nach Münsters Aufstieg: Freudentränen bei Sascha Hildmann

Extrem berührt: Preußen-Coach Sascha Hildmann.
Extrem berührt: Preußen-Coach Sascha Hildmann.

Kurze Nacht für die Profis und viele Fans von Preußen Münster: Der Durchmarsch des Teams des Kaiserslauterers Sascha Hildmann von der Regionalliga in die Zweite Fußball-Bundesliga sorgt für eine lange Party.

Tausende Fans von Preußen Münster haben ihrer Mannschaft am Sonntag einen Tag nach dem Aufstieg in die Zweite Fußball-Bundesliga eine stimmungsvolle Party beschert. Rund um den Empfang von Oberbürgermeister Markus Lewe am Sonntag im Friedenssaal des Historischen Rathauses, wo sich das Team von Trainer Sascha Hildmann (52) in das Goldene Buch der Stadt eintrug, herrschte prächtige Stimmung. „Wir haben Geschichte geschrieben, wir haben das Wunder von Münster geschafft. Hier geht wirklich jeder für jeden durchs Feuer“, rief der Erfolgscoach den Fans unter tosendem Applaus zu.

Bierdusche für Sascha Hildmann.
Bierdusche für Sascha Hildmann.

Mit dem 2:0-Heimsieg am Tag zuvor gegen die Spielvereinigung Unterhaching war dem Traditionsclub am letzten Drittliga-Spieltag der direkte Durchmarsch aus der Regionalliga in die Zweite Liga gelungen. Damit kehrt das Bundesliga-Gründungsmitglied nach 33 Jahren in das Fußball-Unterhaus zurück. Mit Gesangseinlagen auf der eigens aufgestellten Bühne auf dem Prinzipalmarkt heizte die Mannschaft nach kurzer Nacht die Stimmung zusätzlich an.

„Wenn das zur Gewohnheit wird, müssen wir nächstes Jahr ja wieder hier stehen“, scherzte Vereinspräsident Bernward Maasjost in Anspielung auf die bereits zweite Aufstiegsfeier der Preußen binnen zwölf Monaten. Für einen der emotionalen Höhepunkte des Tages sorgte Abwehrspieler Alexander Hahn, als er seiner Freundin auf der Bühne einen Heiratsantrag machte.

Der Bischof gratuliert

Die lange Party hatte bereits im Anschluss an das Duell mit Unterhaching vor fast 13.000 Fans begonnen. „Der Adler erhebt sich“, war auf den Aufstiegstrikots der Preußen-Spieler zu lesen. Trainer Hildmann war schon vor dem Schlusspfiff auf der Bank in Tränen ausgebrochen. Bis tief in die Nacht herrschte in den zahlreichen Kneipen der Stadt Ausnahmezustand. Bischof Felix Genn zählte zu den ersten Aufstiegsgratulanten: „Das ist ohne Übertreibung ein sporthistorischer Moment nicht nur für den Verein, sondern für die Stadt Münster und für das ganze Münsterland.“

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