Fussball
Nach Böller-Eklat: Muss Ludwigshafener die DFB-Strafe des SV Waldhof zahlen?
Der SV Waldhof kann aufatmen: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat den Mannheimer Drittligisten im Einzelrichterverfahren nach dem Böller-Eklat von Essen wegen eines unsportlichen Verhaltens seiner Anhänger mit einer überschaubaren Geldstrafe in Höhe von 12.000 Euro belegt.
Die Partie zwischen RW Essen und dem SV Waldhof (2:0) am 4. März war nach einer Böllerdetonation im Gästeblock Anfang der zweiten Halbzeit für 47 Minuten unterbrochen worden, weil RWE-Torhüter Felix Wienand wegen eines Hörtraumas ausgewechselt werden musste. Es stand auch ein Spielabbruch im Raum. Als Tatverdächtiger wurde schon kurz nach dem Spiel ein 51-Jähriger aus Ludwigshafen ermittelt, den die Mannheimer nun in Regress nehmen können. „Bei der Strafhöhe haben wir einerseits berücksichtigt, dass es infolge des Vorfalls zu einer längeren Spielunterbrechung kam und ein Spieler verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Von Bedeutung für das Strafmaß war andererseits aber in besonderem Maße, dass die verantwortliche Person ermittelt werden konnte. Da nun die Möglichkeit einer Regressnahme besteht, haben wir bei der Bemessung der Strafhöhe auch deren Vollstreckbarkeit berücksichtigt“, sagte der zuständige DFB-Richter Tobias Becker. Die Geldstrafen kommen laut DFB-Mitteilung mittelbar fußballnahen Stiftungen zugute.