FUSSBALL KSC: Klare Tendenz vor Spiel in Braunschweig

Die Karlsruher Jerome Gondorf, Philipp Hofmann und Benjamin Goller bejubeln den Treffer zum 1:1 durch Hofmann.
Die Karlsruher Jerome Gondorf, Philipp Hofmann und Benjamin Goller bejubeln den Treffer zum 1:1 durch Hofmann.

Von einem „Sechs-Punkte-Spiel“ möchte Trainer Christian Eichner nicht sprechen. „Dazu ist es am achten Spieltag noch zu früh in der Saison.“ Trotzdem: Wenn der Karlsruher SC an diesem Samstag (13 Uhr) bei Aufsteiger Eintracht Braunschweig zu Gast ist, geht es um drei enorm wichtige Zähler – gegen einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt.

Denn der Karlsruher Coach rechnet damit, dass die Niedersachsen seiner Mannschaft den Verbleib in der Zweiten Fußball-Bundesliga streitig machen werden – vielleicht sogar bis zum Abpfiff der Saison 2020/21.

Eichner erwartet in Braunschweig eine ähnlich herausfordernde Aufgabe für seine Schützlinge wie vor zwei Wochen beim FC St. Pauli. Vergleichbar mit den Hanseaten verfüge die Eintracht in der Offensive über „Größe“ und „Schnelligkeit“ sowie hinter Nick Proschwitz (bisher drei Tore) und Fabio Kaufmann in Person von Martin Kobylanski auch über Kreativität. Außerdem ist der Aufsteiger zu Hause, trotz, so Eichner, „anspruchsvoller Gegner“, noch ungeschlagen und hat gegen Kiel (0:0), Bochum (2:1) und Nürnberg (3:2) sieben Punkte eingespielt. Aber auch der FC St. Pauli musste gegen den KSC seine erste Heimniederlage in dieser Saison hinnehmen. Und der Karlsruher Torjäger Philipp Hofmann (vier Treffer), der vor seinem Wechsel zum KSC eineinhalb Jahre lang für die Braunschweiger stürmte, sagt: „Das wird zwar eine sehr unangenehme Auseinandersetzung, sehr körperbetont.“

Zum Teil unglücklich

In seinen Augen hat der KSC ein paar Punkte zu wenig auf dem Konto. Seit dem Heimsieg gegen Sandhausen aber, „geht die Tendenz bei uns klar nach oben“, meinte er. Denn es folgten das 1:1 in Nürnberg, die durch einen Handelfmeter in der Nachspielzeit mehr als unglücklichen Heimniederlage gegen Darmstadt (3:4) und der 3:0-Erfolg am Millerntor.

Christoph Kobald hat seine Gelb-Rot-Sperre abgesessen und ist wieder spielberechtigt. Ob er dabei ist? Denn „Ersatzmann“ Daniel Gordon lieferte bei seinem Comeback in Hamburg eine fehlerfreie Leistung ab. Auch Marc Lorenz rechtfertigte am Millerntor seine erstmalige Aufstellung.