Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Gleich drei Serien der Adler Mannheim enden

Mannheims Kris Bennett (rechts) gegen Tanner Kero.
Mannheims Kris Bennett (rechts) gegen Tanner Kero.

Mit dem 4:5 im Topspiel bei den Kölner Haien gaben die Adler Mannheim nicht nur die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga her.

Nach genau 269 Minuten und 47 Sekunden mussten die Adler den Puck wieder aus dem eigenen Tor holen. Und es war ausgerechnet der Ex-Mannheimer Ryan MacInnis, der die Rekordjagd beendete – obwohl Adler-Trainer Dallas Eakins gar nicht von einer Rekordjagd sprechen wollte. „Für mich und das Team bedeutet das nicht viel“, hatte er vorab erklärt, angesprochen auf den DEL-Rekord von 315 Minuten ohne Gegentreffer. Trotzdem lag Eakins in seiner Einschätzung daneben. Immerhin erwartete er ein Spiel mit wenig Toren.

Die strafte seine Mannschaft schon im ersten Durchgang Lügen. Dan Renouf (7.) und (wahrscheinlich) Doug Gilmour (14.) brachten die Mannheimer verdient in Führung, wobei Gilmour sich das Tor möglicherweise mit Kris Bennett teilen muss, der beim nachstochern auf der Scheibe möglicherweise als letzter am Puck gewesen sein kann.

Die berühmten Zentimeter

Statt eitel Sonnenschein folgte jedoch Regenwetter. Der MacInnis-Treffer war dabei nur der Anfang. Wobei sich die Mannheimer nur wenig Vorwürfe gefallen lassen mussten. „Es gibt solche Tage. Heute hat es an Zentimetern gefehlt“, bilanzierte Verteidiger Leon Gawanke, dessen Schuss unmittelbar nach der ersten Drittelpause ebenso am Gestänge des Kölner Tors gelandet war, wie schon nach zwei Minuten die Schüsse von Gilmour und Renouf.

So hieß es vor 18.600 Zuschauern in der ausverkauften Lanxxess-Arena statt 3:1 für die Mannheimer plötzlich 3:2 für die Haie, hatten doch Parker Tuomie (23.) und erneut MacInnis (25.) getroffen. Vor allem das 3:2 dürfte Trainer Eakins geärgert haben, denn der hatte ein Spiel ohne Strafzeit von seiner Mannschaft erhofft und der Ex-Adler traf in Überzahl.

Auch Patrick Russell (37.) war mit der Führung im Vorteil, hatten die Kölner sogar zwei Akteure mehr auf dem Eis. Der 3:3-Ausgleich durch Nick Mattinnen (27.) war nur ein Zwischenschritt. Den erneuten Ausgleich der Mannheimer durch Kris Bennett, diesmal eindeutig nach tollem Spielzug, konterten die Kölner 53 Sekunden vor Schluss mit dem Siegtreffer aus spitzem Winkel durch Brady Austin. Für Gawanke kein Problem.

Ein gnädiger Coach

„Es geht auch darum, wie man ein Spiel verliert. Und ich glaube, dass wir uns heute nicht viel ankreiden müssen“, sagte Eakins. Der Trainer freute sich vor allem für die Fans, die ein unterhaltsames Spiel gesehen hatten. „Aber wir waren in einigen Belangen nicht gut genug, und in dieser engen Liga muss man jeden Abend hervorragend sein“, sagte er.

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