FCK RHEINPFALZ Plus Artikel FCK-Trainer Antwerpen: „Das müssen wir dauerhaft auf den Platz bringen“

Das 3:0: Mike Wunderlich (Zweiter von rechts) setzt den Freistoß direkt in die Maschen. Löwen-Torwart Marco Hiller sieht nicht g
Das 3:0: Mike Wunderlich (Zweiter von rechts) setzt den Freistoß direkt in die Maschen. Löwen-Torwart Marco Hiller sieht nicht gut dabei aus.

Kaum war die Partie am Samstag beendet, hatte das Team des 1. FC Kaiserslautern mit den Fans den 3:0-Sieg gegen 1860 München gefeiert, ging der Blick schon auf Dienstag. Da wartet in Halle die nächste schwere Aufgabe.

Etwas mehr als zwei Stunden nach Spielende spazierte René Klingenburg mit seiner Familie vom Fritz-Walter-Stadion am frühen Samstagabend nach Hause, seinen Sohn auf dem Arm. Es sind besondere Tage für den 27-Jährigen. Sein erstes Tor für den 1. FC Kaiserslautern beim 3:0-Sieg gegen den TSV 1860 München, seine Frau erwartet dieser Tage zudem ein Kind. Doch zu euphorisch wollte der Mittelfeldspieler nach dem ersten Saisonerfolg gar nicht werden. Stattdessen gab er sich selbstkritisch. „Es war das erwartet umkämpfte Spiel. Ich hatte in der Anfangsphase einen schweren Ballverlust, wo es direkt nach hinten losgehen kann. Das Tor war dann ein Dosenöffner.“ Klingenburg weiß: „Jetzt gilt es weiterzumachen. Die englische Woche ist für uns richtungsweisend.“

Wunderlich: „Wir dürfen uns nicht ausruhen“

Am Dienstagabend (19 Uhr, MagentaSport, Liveblog auf rheinpfalz.de) geht es für die Roten Teufel direkt beim mit sieben Punkten gestarteten Halleschen FC weiter. „Das war ein wichtiger Schritt. Wir dürfen uns nicht ausruhen“, sagte Mike Wunderlich. Der 35-Jährige – wie Klingenburg vor der Saison von Viktoria Köln gekommen – erzielte in der 87. Minute das 3:0. Ein direkt verwandelter Freistoß eigentlich aus Flankenposition. „Den wollte ich direkt aufs Tor ziehen, da gehört Glück dazu. Wenn du marschierst, arbeitest, Zweikämpfe annimmst, dann wirst du auch belohnt“, sagte der gebürtige Kölner.

Löwen-Torwart Marco Hiller sah bei Wunderlichs Tor nicht gut aus. Bei den beiden ersten Treffern von Klingenburg (27.) und Muhammed Kiprit – wunderbar herausgespielt – war der 24-jährige Schlussmann dagegen machtlos. „Wir hatten heute auch das Matchglück“, wusste Wunderlich – die Löwen hatten gerade in der Anfangsphase ihre Möglichkeiten. „Wir mussten uns zu Beginn ein bisschen finden. Das Tor hat uns extrem geholfen“, bilanzierte FCK-Trainer Marco Antwerpen.

Ein sicherer Rückhalt

Ein sicherer Rückhalt war Torhüter Matheo Raab. „Wir haben ein komplett anderes Auftreten an den Tag gelegt, das mussten wir auch“, sagte der 22-Jährige nach dem Training am Sonntag. Die 0:4-Niederlage bei Berlin, das desolate Gastspiel in der Hauptstadt hatte nachgewirkt. „Jeder von uns war selbst sehr enttäuscht, sehr unzufrieden, dass wir da so ein Spiel abgeliefert haben. Wir haben uns unter der Woche zusammengesetzt, wollten und mussten es einfach besser machen“, sagte Raab.

Mike Wunderlich sprach nach dem Spiel von einer „harten Woche“. Die Mannschaft sei nach dem Berlin-Spiel zurecht kritisiert worden. „Wir haben uns selbst sehr viel hinterfragt, sehr viel gesprochen. Wir wollten eine Reaktion zeigen. Man hat von der ersten Minute an gesehen, dass wir in den Zweikämpfen präsent sind, dass wir uns gegenseitig unterstützen“, sagte der Offensivspieler.

Ciftci verletzt: Diagnose steht noch aus

Hinter ihm arbeitete Hikmet Ciftci viel, musste nach etwas mehr als 70 Minuten aber verletzt vom Platz. „Es hat muskulär ein bisschen reingezogen“, sagte der 23-Jährige. Eine Diagnose steht noch aus.

„Man hat gesehen: Wenn eine taktische Disziplin da ist, wenn eine Eigenverantwortung da ist, dann machen die Dinge auf dem Platz Spaß. Es ist wichtig, dass wir das dauerhaft auf den Platz bringen. Es ist wichtig, den Fokus erst einmal auf eine gute, stabile Defensive zu legen“, fordert Antwerpen. Da ist René Klingenburg bei seinem Trainer. Gerne würde er in diesen für ihn besonderen Tagen am Dienstag wieder einen Sieg bejubeln.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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