Sport FCK: Interview mit Trainer Sascha Hildmann - viele Chancen, wenig Tore

Lebt mit seinen Jungs: Trainer Sascha Hildmann.
Lebt mit seinen Jungs: Trainer Sascha Hildmann.
Bester nach Noten: Lennart Grill.

Interview: „Verstärkungen in allen Mannschaftsteilen“ fordert Trainer Sascha Hildmann, um den Ansprüchen des 1. FC Kaiserslautern in der nächsten Saison gerecht zu werden.

Herr Hildmann, Sie haben bei Ihrem Amtsantritt am 6. Dezember 2018 gesagt, mit dem Traineramt beim FCK geht ein Traum für Sie in Erfüllung. Ist’s noch ein Traumjob oder angesichts der Turbulenzen im Verein nicht doch ein Alptraum? Es ist ein Traum geblieben. Es macht mir Spaß. Es ist ein Traumjob für mich, weil ich hier geboren bin, weil es meine Stadt ist, weil es mein Verein ist. Ich weiß, wie viel der Verein den Menschen bedeutet. Sie haben die Mannschaft nach 17 Spieltagen mit 21 Punkten und 21:28 Toren übernommen. Nach 38 Spieltagen ist der FCK mit 51 Punkten und 49:51 Toren Neunter der Dritten Liga. Der Aufstieg wurde meilenweit verpasst. Platz neun ist nicht Anspruch des FCK. Was lief schief? Die einzige Konstante war die Inkonstanz. Da hatten wir die gute englische Woche – und immer wieder Rückschläge. So wie nach dem Derbysieg in Karlsruhe oder nach dem 4:1 gegen Uerdingen. Da verlieren wir daheim gegen Aalen, haben viele Chancen und bekommen in der 90. Minute das 0:1. Das zieht sich durch die ganze Runde. Und so stehst du dann, wo du stehst. Wenn die Spiele nach 90 Minuten abgepfiffen worden wären, hätte der FCK zwölf Punkte mehr. Hätte, wenn und aber hilft ja nicht … Das ist der Punkt – die Spiele enden eben nicht nach 85 Minuten – meist erst nach 95 ... Wir hatten die meisten Eckbälle in der Liga – wir haben nur sieben Tore aus Standards gemacht. Wir hatten 209 Torchancen – das ist ein Ligaspitzenwert. Wir bekommen aber auch die meisten Tore im Umschaltspiel – 17. Das zeigt – bei allem fehlt noch ein bisschen Qualität. Zum Vergleich: Der KSC hat 28 Standardtore gemacht. Auf der folgenden RHEINPFALZ-Seite findet Ihr alle Informationen zum 1. FC Kaiserslautern. Sie haben Lennart Grill zur Nummer 1 gemacht, unter Ihrer Regie haben sich Dominik Schad und Christian Kühlwetter weiter entwickelt, Lukas Gottwalt hat Qualität, Carlo Sickinger debütierte, ist Stammspieler, Toni Jonjic schaffte den Sprung zu den Profis – die Jungen spielten, weil scheinbar Gesetzte enttäuschten. Flo Dick wurde nicht mehr fit, Lukas Spalvis fehlte nach dem fünften Spieltag. Die Jungs machen mir Spaß. Gerade Carlo hat es von Anfang an sehr gut gemacht, deshalb habe ich ihn auch gleich reingeworfen. Ich bin ein Trainer, der keine Angst hat, die Jungen aufzustellen. So haben wir ein sehr gutes Fundament. Im nächsten Jahr sind sie ein Jahr älter, reifer, werden auch konstanter. Dominik Schad ist ein Mentalitätsspieler – er hat die FCK-Gene verinnerlicht. Kühlwetter hat eine sehr gute Mentalität, Gottwalt genauso. Es tut mir ein bisschen leid, dass er nicht so oft spielte, weil wir mit Kraus und Hainault zwei gute Innenverteidiger haben.