Sport FCK bestätigt: Ehrmann nicht mehr Torwarttrainer – „Habe niemanden beleidigt“

Gerry Ehrmann.
Gerry Ehrmann.

[aktualisiert 17.30 Uhr] Die Durststrecke des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern hinterlässt Spuren: Nach RHEINPFALZ-Informationen ist Torwarttrainer Gerry Ehrmann (61) am Sonntagvormittag bei der Einheit der FCK-Profis von Chefcoach Boris Schommers (41) nach einem Zwist nach Hause geschickt worden. Und fortan nicht mehr Torhütercoach des FCK. Der FCK bestätigte am Sonntagnachmittag die am späten Vormittag erfolgte Freistellung Ehrmanns.

Ehrmann sagte auf Anfrage der RHEINPFALZ: „Es ist traurig, aber nicht zu ändern.“ Die Gründe betreffend hielt der 61-Jährige sich weitgehend bedeckt.

Ehrmann: „Habe niemanden beleidigt“

Klar ist jedoch: Trainer Schommers und er kamen nicht mehr überein. „Das ist ein rein persönliches Ding zwischen ihm und mir. Wenn es nicht mehr geht, dann geht es eben nicht mehr“, sagte Ehrmann. „Es wird jetzt hier keine dreckige Wäsche gewaschen. Es geht ja nicht um mich, sondern um den Verein.“ Beleidigt habe er niemanden. „Das ist weit davon entfernt.“ Wer so etwas behaupte, leiste sich „eine Frechheit“.

Ehrmann drückt FCK weiter die Daumen

Der Mannschaft drücke er von Herzen die Daumen, dass sie am kommenden Samstag im Derby beim SV Waldhof Mannheim gewinne und den sportlichen Abwärtstrend ins Positive wende. Um ihn selbst müsse sich niemand Gedanken machen. „Ich habe immer noch was zu essen.“

FCK: Schritt „zum Wohle des Vereins“

Die FCK ließ wissen: „Der Verein sah sich nach einer Reihe von internen Vorkommnissen, die eine zielgerichtete und teamorientierte Zusammenarbeit zum Wohle des Vereins nicht mehr möglich machen, zu diesem Schritt gezwungen.“

Emotionaler Fan-Liebling und Institution

Ehrmann ist seit vielen Jahren Publikumsliebling und eine Institution beim FCK. Er ist von allen aktuellen Protagonisten mit Abstand am längsten dabeigewesen. 36 Jahre hat er dem FCK gedient. Der gebürtige Tauberbischofsheimer hat von 1984 bis 1997 für die Lauterer mehr als 300 Pflichtspiele bestritten. Seit knapp 24 Jahren, seit 1996, anfangs parallel zur Spielerkarriere, ist er ohne Unterbrechung Torwarttrainer der Roten Teufel. Der einstige Bundesliga-Schlussmann ist bekannt dafür, dass er oft sehr deutlich seine Meinung sagt und zuweilen sehr emotional reagiert – er trägt sein Herz auf der Zunge. Die Lauterer stecken im unteren Tabellenmittelfeld fest. Am Samstag kamen sie über ein 0:0 gegen den FSV Zwickau nicht hinaus.

Zudem hat der FCK viele andere Baustellen – allen voran die Frage, wie es mit dem angeschlagenen Klub finanziell weitergeht.

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