FCK RHEINPFALZ Plus Artikel Fans feiern Trainer Antwerpen – und umgekehrt

Bei Spielen oft unter Volldampf: FCK-Trainer Marco Antwerpen.
Bei Spielen oft unter Volldampf: FCK-Trainer Marco Antwerpen.

Der 1. FC Kaiserslautern zeigt unter schwierigen Bedingungen erneut Stärke und bleibt in der Dritten Fußball-Liga ganz oben dabei. Trainer Marco Antwerpen ist jetzt ein Jahr im Amt. Er hat aus dem gut bestückten Kader eine erfolgreiche Mannschaft gemacht. Die Defensive bildet weiterhin das Prunkstück. So reicht vorne auch mal ein einziges Tor.

Erleichtert und „sehr, sehr zufrieden“ schritt Marco Antwerpen Richtung Kabinentrakt. Der Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern bedankte sich winkend für die Rufe, die einige der 1000 zugelassenen Zuschauer auf der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions am Samstagnachmittag euphorisiert anstimmten: „Marco Antwerpen, du bist der beste Mann!“

Antwerpens Mannschaft hat gerade den dritten Sieg in Serie eingefahren, den dritten Heimerfolg hintereinander. Der 1. FC Kaiserslautern ist nach dem hart erarbeiteten 1:0 (1:0) gegen den abstiegsbedrohten Halleschen FC im Aufstiegsrennen ganz dick dabei. Die Roten Teufel präsentieren sich weiter in blitzsauberen Gewändern. Drei Spiele im Jahr 2022, neun Punkte, 7:0 Tore.

14-mal zu null in dieser Saison bisher. Mit einer Defensivbilanz wie die Roten Teufel kann kein Team der Liga auch nur annähernd aufwarten: 23 Spiele, nur 13 Gegentore, davon allein vier an jenem schwarzen 15. August 2021 bei Viktoria Berlin, sind absolute Spitze; sie stellen den Topwert gar in allen drei deutschen Profiligen dar.

Ganz dick dabei im Aufstiegsrennen

„Wenn du so verteidigst wie wir, wirst du zwangsläufig bis zum Schluss oben bleiben“, sagt Mike Wunderlich, am Samstag nach einem herrlichen Spielzug Siegtorschütze gegen Halle. Eingeleitet haben das 1:0 Hikmet Ciftci, für den coronabedingt fehlenden Marlon Ritter eingesprungen, Daniel Hanslik und Philipp Hercher. „Wir gehen unseren Weg weiter“, sagt Wunderlich voller Überzeugung, „und haben alles selbst in der Hand.“ Auch wenn die Tabelle durch pandemiebedingte Spielausfälle mit einem verzerrten Antlitz daherkommt: Der FCK bleibt als vorläufiger Zweiter direkt hinter dem souveränen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg, der zwölf Punkte vor den Lauterern liegt und in einem engen Topspiel den 1. FC Saarbrücken 2:1 bezwang.

Stimmung am „Betze“ ins Gegenteil verkehrt

Vor nun fast auf den Tag genau einem Jahr, am 1. Februar 2021, hat Marco Antwerpen den FCK von seinem sympathischen, aber glücklosen Vorgänger Jeff Saibene übernommen. Und die Stimmung und die sportliche Lage am und um den „Betze“ ins Gegenteil verkehrt. Aufstiegshoffnungen statt Abstiegsangst. Vorläufig Platz zwei nach knapp zwei Dritteln der Saison. Übernommen hat Antwerpen den FCK auf Rang 16 – damals übrigens gleichauf mit Magdeburg. Erst eine Heimniederlage steht für den FCK unter dem Westfalen saisonübergreifend zu Buche.

Gefestigt und selbstbewusst

Nach dem 0:1 am 20. März in Magdeburg hat Antwerpen das Team durch straffere Führung wieder in die Spur bekommen und auch das Tief zum Start in die laufende Saison gemeistert. Zwei heikle Partien, in denen der FCK coronabedingt mehrere Stammspieler ersetzen musste, das 1:0 am 20. November gegen Wehen Wiesbaden und nun am Samstag gegen Halle, haben die Lauterer mit etwas Glück und viel Willensstärke überstanden. Das zeigt, wie gefestigt und selbstbewusst Antwerpens Mannschaft inzwischen auftritt.

Nun ist die Stimmung trotz der anhaltenden Pandemie gut wie lange nicht. „Momentan hat jeder das Spielsystem verinnerlicht, auch jeder, der neu reinkommt. Das hat man auch jetzt gegen Halle wieder gesehen“, sagt Innenverteidiger Kevin Kraus.

Es warten noch hohe Hürden

„Solche Siege stärken unsere Mentalität weiter“, sagt Angreifer Daniel Hanslik, „es zeichnet uns einfach aus, dass jeder in jeder Situation 100 Prozent gibt, um das Tor zu verteidigen.“ Und vorne trifft der FCK so, dass es bisher zu zwölf Saisonsiegen gereicht hat. Doch es warten noch einige hohe Hürden im 38-Spiele-Marathon auf die auch nicht gerade billige, unter tatkräftiger Mithilfe der regionalen Investorengruppe zusammengestellte Mannschaft, die Antwerpen mit viel Detailarbeit zu einer erfolgreichen Einheit zu formen verstand.

Und die im Winter um einen der Topstars der Liga, den von Halle geholten Torjäger Terrence Boyd ergänzt worden ist. Der 30-Jährige gab nur eine Woche nach dem Transfer just gegen seinen Ex-Klub sein Debüt im FCK-Dress. Der Stürmer deutete seine Klasse an, gestand jedoch auch: „Ich habe mir ein bisschen schwer getan, effektiv gegen den Ball anzulaufen. Aber einfach cool, dass wir gewonnen haben.“ Boyd betont: „Bei der Spielweise und bei der Qualität wird mit Sicherheit noch die eine oder andere Torchance kommen.“ Er freut sich auf die nächsten Aufgaben mit den neuen Kameraden.

Noch viele Unwägbarkeiten

In den kommenden Wochen warten Top-Gegner wie Primus Magdeburg, Waldhof, 1860 oder der VfL Osnabrück; ähnlich heikel könnten entgegen aller Beteuerungen die schwebenden Situationen bei den auslaufenden Verträgen von Stammkräften wie Toptorwart Matheo Raab oder den Verteidigern Kraus und Hercher werden. Ganz zu schweigen von allen coronabedingten Unwägbarkeiten.

„Da kann man noch so viele Phrasenschweine aufstellen“, sagt Antwerpen, der 50 Jahre alte Fußballlehrer, „wir denken nach wie vor nur von Spiel zu Spiel. Damit sind wir auch gut beraten.“ Langweilig wird es Marco Antwerpen ganz sicher nicht.

Von Oliver Sperk

und Andreas Böhm

Kaiserslautern. Erleichtert und „sehr, sehr zufrieden“ schritt Marco Antwerpen Richtung Kabinentrakt. Der Trainer des Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern bedankte sich winkend für die Rufe, die einige der 1000 zugelassenen Zuschauer auf der Nordtribüne des Fritz-Walter-Stadions am Samstagnachmittag euphorisiert anstimmten: „Marco Antwerpen, du bist der beste Mann!“

Antwerpens Mannschaft hat gerade den dritten Sieg in Serie eingefahren, den dritten Heimerfolg hintereinander. Der 1. FC Kaiserslautern ist nach dem hart erarbeiteten 1:0 (1:0) gegen den abstiegsbedrohten Halleschen FC im Aufstiegsrennen ganz dick dabei. Die Roten Teufel präsentieren sich weiter in blitzsauberen Gewändern. Drei Spiele im Jahr 2022, neun Punkte, 7:0 Tore. 14-mal zu null. Mit einer Defensivbilanz wie die Roten Teufel kann kein Team der Liga auch nur annähernd aufwarten: Nur 13 Gegentore, davon allein vier an jenem schwarzen 15. August 2021 bei Viktoria Berlin, sind absolute Spitze; sie stellen den Topwert gar in allen drei deutschen Profiligen dar.

„Wenn du so verteidigst wie wir, wirst du zwangsläufig bis zum Schluss oben bleiben“, sagt Mike Wunderlich, am Samstag nach einem herrlichen Spielzug Siegtorschütze gegen Halle. Eingeleitet haben das 1:0 Hikmet Ciftci, für den coronabedingt fehlenden Marlon Ritter eingesprungen, Daniel Hanslik und Philipp Hercher. „Wir gehen unseren Weg weiter“, sagt Wunderlich voller Überzeugung, „und haben alles selbst in der Hand.“ Auch wenn die Tabelle durch pandemiebedingte Spielausfälle mit einem verzerrten Antlitz daherkommt: Der FCK bleibt als vorläufiger Zweiter direkt hinter dem souveränen Spitzenreiter 1. FC Magdeburg, der zwölf Punkte vor den Lauterern liegt und in einem engen Topspiel den 1. FC Saarbrücken 2:1 bezwang.

Vor nun fast auf den Tag genau einem Jahr, am 1. Februar 2021, hat Marco Antwerpen den FCK von seinem sympathischen, aber glücklosen Vorgänger Jeff Saibene übernommen. Und die Stimmung und die sportliche Lage am und um den „Betze“ ins Gegenteil verkehrt. Aufstiegshoffnungen statt Abstiegsangst. Vorläufig Platz zwei nach knapp zwei Dritteln der Saison. Übernommen hat Antwerpen den FCK auf Rang 16 – damals übrigens gleichauf mit Magdeburg. Erst eine Heimniederlage steht für den FCK unter dem Westfalen saisonübergreifend zu Buche.

Nach dem 0:1 am 20. März in Magdeburg hat Antwerpen das Team durch straffere Führung wieder in die Spur bekommen und auch das Tief zum Start in die laufende Saison gemeistert. Zwei heikle Partien, in denen der FCK coronabedingt mehrere Stammspieler ersetzen musste, wie das 1:0 am 20. November gegen Wehen Wiesbaden und nun am Samstag gegen Halle, haben die Lauterer mit etwas Glück und viel Willensstärke überstanden. Das zeigt, wie gefestigt und selbstbewusst Antwerpens Mannschaft inzwischen auftritt.

Nun ist die Stimmung trotz der anhaltenden Pandemie gut wie lange nicht. „Momentan hat jeder das Spielsystem verinnerlicht, auch jeder, der neu reinkommt. Das hat man auch jetzt gegen Halle wieder gesehen“, sagt Innenverteidiger Kevin Kraus.

„Solche Siege stärken unsere Mentalität weiter“, sagt Angreifer Daniel Hanslik, „es zeichnet uns einfach aus, dass jeder in jeder Situation 100 Prozent gibt, um das Tor zu verteidigen.“ Und vorne trifft der FCK so, dass es bisher zu zwölf Saisonsiegen gereicht hat. Doch es warten noch einige hohe Hürden im 38-Spiele-Marathon auf die auch nicht gerade billige, unter tatkräftiger Mithilfe der regionalen Investorengruppe zusammengestellte Mannschaft, die Antwerpen mit viel Detailarbeit zu einer erfolgreichen Einheit zu formen verstand.

Und die im Winter um einen der Topstars der Liga, den von Halle geholten Torjäger Terrence Boyd ergänzt worden ist. Der 30-Jährige gab nur eine Woche nach dem Transfer just gegen seinen Ex-Klub sein Debüt im FCK-Dress. Der Stürmer deutete seine Klasse an, gestand indes auch: „Ich habe mir ein bisschen schwer getan, effektiv gegen den Ball anzulaufen. Aber einfach cool, dass wir gewonnen haben.“ Boyd betont: „Bei der Spielweise und bei der Qualität wird mit Sicherheit noch die eine oder andere Torchance kommen.“ Er freut sich auf die nächsten Aufgaben mit den neuen Kameraden.

In den kommenden Wochen warten Top-Gegner wie Primus Magdeburg, Waldhof, 1860 oder der VfL Osnabrück; ähnlich heikel könnten entgegen aller Beteuerungen die schwebenden Situationen bei den auslaufenden Verträgen von Stammkräften wie Toptorwart Matheo Raab oder den Verteidigern Kraus oder Hercher werden. Ganz zu schweigen von allen coronabedingten Unwägbarkeiten.

„Da kann man noch so viele Phrasenschweine aufstellen“, sagt Antwerpen, der 50 Jahre alte Fußballlehrer, „wir denken nach wie vor nur von Spiel zu Spiel. Damit sind wir auch gut beraten.“ Langweilig wird es Marco Antwerpen ganz sicher nicht.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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