Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel Ex-FCK-Torwart Matheo Raab würde „alles genau wieder so machen“

Jetzt beim HSV: Matheo Raab.
Jetzt beim HSV: Matheo Raab.

Matheo Raab war es gewöhnt, der Platzhirsch zu sein. Im Tor des 1. FC Kaiserslautern war er der unumstrittene Stammtorhüter. Seinen Wechsel zum Hamburger SV verstanden viele Anhänger daher nicht. Schließlich war klar, dass Raab hinter Daniel Heuer Fernandes nur die Nummer zwei sein und das Dasein auf der Reservebank fristen würde. Raab aber wollte die Veränderung. Unbedingt. Und er würde auch jetzt, nach zehn absolvierten Spieltagen und einem größeren Erfahrungsschatz in der neuen Heimat, wieder so votieren.

Raus aus der Komfortzone

„Ich habe mich für den Weg raus aus meiner Komfortzone entschieden, und ich würde es zu hundert Prozent wieder so machen. Ich lerne hier jeden Tag etwas, ob im Mannschaftstraining oder im athletischen Bereich“, sagt der 23-Jährige im RHEINPFALZ-Gespräch, „ich stelle mir nicht die Frage, wie es sein würde, wenn ich nun in Kaiserslautern die Nummer 1 wäre.“ Die Erfahrungen in Hamburg nehme ihm niemand mehr.

Raab vollzog einen riesigen Schritt. Statt eineinhalb Stunden Heimfahrt ins Elternhaus sind es nun sechs. Dazu der Umzug, eine neue Stadt, neue Leute, ein neuer Verein, das Leben im Hotel, bis er im Stadtteil Stellingen nahe der Arena eine Wohnung gefunden hatte. Das Sportliche kam hinzu, das Gewöhnen an eine andere Philosophie: Bei Tim Walter ist er nun mehr ins Teamtraining einbezogen.

Raab fühlt sich in der neuen Stadt wohl

„Inzwischen geht vieles leichter von der Hand. Es ist sehr viel angenehmer als am Anfang“, sagt Raab. Er fühlt sich wohl. Die Stadt, in der er zuvor noch nie war, hat es ihm angetan. Und das Verhältnis zu Heuer Fernandes ist gut. Er sei ein „sehr erfahrener Torwart und ein sehr guter Typ“, von dem er viel lernen könne, „er hält bisher überragend.“ Der HSV stellt mit sechs Gegentoren die stabilste Defensive der Liga. Heuer Fernandes firmiert im „Kicker“ mit einem Notenschnitt von 2,20 als bester Keeper und zweitbester Zweitligaprofi überhaupt. Raab muss sich gedulden. Doch manchmal kommt die Chance schneller als gedacht.

Kontakt zu alten FCK-Kameraden reduziert

Den Kontakt zu seinen alten Kollegen hat Raab in dieser Woche heruntergefahren. Am Donnerstag schrieb er Daniel Hanslik einen Glückwunsch zum Geburtstag, das war’s. Sofern er selbst nicht mit dem HSV aktiv ist, beäugt er die Spiele noch immer. Und drückt die Daumen. An diesem Samstag natürlich nicht. Der FCK dürfe mit seinen bisherigen Resultaten „zufrieden sein, aber nicht zu zufrieden“.

Raab selbst ist mit den Rothosen famos gestartet. 24 Punkte, Platz eins. Traumhaft, oder? „Traumhaft wäre es, wenn wir am Ende noch immer dort stünden“, sagt Raab, „aber es läuft sehr gut, das kann man schon sagen.“

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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