HANDBALL RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen-Serie reißt beim starken Aufsteiger Hagen

In Hagen einer der Besten bei den Eulen: Stefan Salger (hier rechts im Spiel gegen den VfL Gummersbach).
In Hagen einer der Besten bei den Eulen: Stefan Salger (hier rechts im Spiel gegen den VfL Gummersbach).

Die Erfolgsserie der Eulen Ludwigshafen ist gerissen. Acht Spiele war der Handball-Bundesliga-Absteiger ohne Niederlage. Am Freitagabend aber unterlag die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt beim starken Aufsteiger Eintracht Hagen mit 27:29 (14:14). Dabei war durchaus mehr drin.

Der Tiefpunkt war der Startschuss für so manchen unerwarteten Höhepunkt. 2019 stieg Eintracht Hagen als Tabellen-19. aus der Zweiten Bundesliga ab. Eine Saison später kehrte der Klub zurück ins Handball-Unterhaus. Allerdings mit einem gewaltigen Unterschied. „Seit dem Abstieg setzen wir voll auf Profisportler in unserer Mannschaft. Wenige junge Spieler machen noch eine Ausbildung, aber sie werden zum Training freigestellt“, sagt Hagens Sportdirektor Michael Stock.

Der Verein investierte zielgerichtet in erfahrene Spieler mit Bundesliga-Erfahrung. Von Erstliga-Absteiger Nordhorn-Lingen kam Philipp Vorlicek und vom HSC 2000 Coburg Pouya Norouzi. Der Iraner kam 2017 nach Deutschland und hat in diesen viereinhalb Jahren bei mittlerweile sieben Vereinen gespielt.

Pouya gefällt als Schütze und Vorbereiter

Bei Hagen allerdings scheint es zu passen. „Wir haben ganz offen darüber gesprochen, was wir voneinander erwarten“, sagt Stock. Tore werden von dem Iraner erwartet. Und die erzielte er gegen die Eulen Ludwigshafen am Freitagabend. Pouya war der Aktivposten bei den Gastgebern. Acht Tore erzielte Pouya, sechs davon in der ersten Halbzeit. „Es waren nicht nur seine acht Tore, er bereitete auch mindestens sechs Treffer vor“, schwärmte Hagens Coach Stefan Neff.

Wie wichtig Pouya für den Aufsteiger ist, zeigte sich darin, dass die Eulen mit Beginn der zweiten Halbzeit erstmals mit zwei Toren in Führung gingen (16:14/35., 18:16/38.). In dieser Phase saß Pouya auf der Bank. Neff schonte ihn für die entscheidende Phase. Weil das Spiel aber den Gastgebern zu entgleiten drohte, kam Pouya früher aufs Feld zurück. Er setzte Tilman Pröhl mehrmals glänzend ins Szene.

Die Eulen finden kein Mittel

Die Eulen fanden kein Mittel gegen das Duo. Hinzu kam, dass Hagens Torwart Tobias Mahncke überragend hielt. Er entschärfte reihenweise die Würfe der Eulen in der zweiten Halbzeit. „Wir haben sieben Fehlwürfe in der ersten und 14 Fehlwürfe in der zweiten Halbzeit. Hinzu kommen elf technische Fehler. Das ist zu viel“, haderte Ceven Klatt.

Noch am Montag war Klatt entzückt von der Mannschaft, weil dese beim Sieg gegen Gummersbach die nötigen Prozent aus sich herausgeholt hatte. „Diese fünf bis zehn Prozent fehlten uns aber gegen Hagen“, bemängelte Klatt.

Und mit diesen fehlenden Prozenten könne man eben nicht gewinnen in dieser ausgeglichenen Zweiten Bundesliga, betonte der Eulen-Trainer nach der bitteren, weil vermeidbaren Niederlage am Freitagabend.

So spielten sie

Eintracht Hagen: Mahncke - Vorlicek (1), Schmidt (3), Pouya (8/1) - Toromanovic (1), Buergin (1) - Becker (3) - Pröhl (7), Gaubatz (1) Stefan, Mestrum (3), Klein (1)

Eulen Ludwigshafen: Urbic (27. - 49. Hoblaj) - Salger (7), Neuhaus (1), Wagner (2) - Falk (1), Hofmann (6) - Haider (2) - Dietrich (2), Meddeb, Klimek (2), Eisel (3), Remmlinger (1)

Spielfilm: 0:1 (1.), 13:10 (24.), 14:14 (Hz.), 14:16 (35.), 16:18 (38.), 26:22 (55.), 28:26 (59.), 29:27 (Ende) - Zeitstrafen: 3:3 - Siebenmeter: 2/1 - 2/0 - Beste Spieler: Mahncke, Pouya, Pröhl - Salger, Hofmann - Zuschauer: 600 - Schiedsrichter: Dinges/Schmack (Stutensee/Stuttgart).

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