Handball Eulen Ludwigshafen geben in Rostock den Sieg aus den Händen

Jubelt: Ziga Urbic.
Jubelt: Ziga Urbic.

Das war nichts für schwache Nerven. Genau 21 Sekunden vor dem Abpfiff musste der Handball-Zweitligist Eulen Ludwigshafen am Mittwochabend beim ambitionierten Aufsteiger HC Empor Rostock einen Punkt abgeben.

Die Mannschaft von Trainer Ceven Klatt, die nach der 20. Minute die Führung übernahm, verbuchte trotz klarer Führung ein 28:28 (15:17) beim Ostseeklub.

Stefan Salger die tragische Figur

Erfolgreichster Werfer war Stefan Salger. Der 25-Jährige erzielte neun Tore und war am Ende die tragische Figur. Sein letzter Wurf ging an die Unterkante der gegnerischen Latte, aber nicht über den weißen Torstrich. Das ist bitter, denn die Eulen waren die bessere Mannschaft. So saß Salger am Ende ratlos und alleine auf der Bank und zog sich das Trikot vom Leib. Er war sichtlich gefrustet.

Trainer Ceven Klatt war am Ende stocksauer: „Für uns ein bitterer Punktverlust. Über 50 Minuten haben wir ein gutes Spiel gemacht, dann saudämlich gespielt, zu viele Fehler gemacht, zu viele leichte Gegentore bekommen“, haderte Klatt.

„Zwei Punkte verdient“

„Wir hatten heute die zwei Punkte verdient, gerade weil es hier so schwer zu spielen war und wir trotzdem über weite Strecken das umgesetzt haben, was wir uns vorgenommen hatten“, meinte Max Neuhaus.

Die Eulen Ludwigshafen tun sich in der Fremde weiterhin schwer. Bisher gelang den Eulen nach dem Abstieg aus der Bundesliga bisher nur einen Sieg in der Fremde. Rostock überraschte wieder einmal mit einer eher ungewöhnlichen Angriffsvariante. Trainer Till Wiechers ließ gleich mit drei Kreisläufern agieren und ließ dafür Torwart Robert Wetzel zunächst auf der Bank. Da stemmten sich die Eulen erstaunlich gut dagegen, mussten aber früh einige Siebenmeter verkraften. Aber mit zunehmender Spieldauer kamen sie besser ins Spiel.

Eulen ziehen davon

Nach 20 Minuten lief es, die Eulen zogen mit drei Toren durch Jannik Hofmann und zwei Toren von Hendrik Wagner zum 12:9 davon. Und waren weiter am Drücker, führten noch bis vier Minuten vor dem Ende mit 27:23. Dann lief einfach alles schief.

Auf dem Weg in die Stadthalle erfuhr die Mannschaft, dass auch die Heimpartie am zweiten Weihnachtsfeiertag gegen den TV Emsdetten ebenfalls ohne Zuschauer stattfindet.

So spielten Sie

HC Empor Rostock: Wetzel, Uhl (bei einem Siebenmeter und ab 46.) - Ottsen (2), Kohnagel (2) - Witte (2), Lößner (5) - Thümmler (2), Asmussen (4) - Wilhelm - Pechstein (1), Schütze (2), Breitenfeldt (8/7), Mehler

Eulen Ludwigshafen: Hoblaj (bei zwei Siebenmetern, Urbic (1. - 60.) - Salger (9), Remmlinger, Wagner (8/1) - Falk, Hofmann (1) - Klimek (2) - Dietrich, Meddeb (3), Neuhaus (3/2), Haider (2), Eisel (n. E.),

Spielfilm: 3:2 (6.), 4:5 (9.), 7:8 (14.), 9:9 (20.), 9:12 (23.), 11:14 (26.), 13:15 (28.), 15:17 (30. Hz.), 16:18 (34.), 18:19 (40.), 18:22 (42.), 19:24 (45.), 20:25 (50.), 24:27 (56.) 27:28 (59.), 28:28 (60., Ende) - Zeitstrafen: 2:6 - Siebenmeter: 7/7 - 5/3 - Beste Spieler: Breitenfeld, Lößner - Salger, Urbic, Meddeb - Zuschauer: keine - Schiedsrichter: Standke/Heine (Wendeburg/Ronnenberg).

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