Handball RHEINPFALZ Plus Artikel Eulen Ludwigshafen: Die Formkurve bei Lars Röller zeigt nach oben

Sieht eine positive Entwicklung: Lars Röller.
Sieht eine positive Entwicklung: Lars Röller.

Nach schwierigem Beginn bei den Eulen findet sich Lars Röller immer besser zurecht. Der Kreisläufer will am Mittwoch mit seinem Team Punkte im Abstiegskampf sammeln.

Der Reporter von Dyn hatte sich so schöne Fragen überleg. Nach der knappen Niederlage der Eulen Ludwigshafen beim TV Großwallstadt vor eineinhalb Wochen konnte er die eine oder andere Frage vergessen. Beispielsweise, ob man denn die Brüder Lars und Nils Röller noch einmal im gleichen Klub sehe.

Egal. Es gab nur ein Thema: die Szene mit Lars Röller an alter Wirkungsstätte kurz vor Schluss, das Foul, die deswegen vergebene Chance, der nicht verhängte Siebenmeter, die unglückliche Niederlage. „Es hat mich schon noch ein paar Tage beschäftigt“, sagt Lars Röller über die strittige Entscheidung und das 31:32.

Aber es geht ja immer weiter, und so steckten die Eulen die Niederlage in Aschaffenburg weg, belohnten sich (endlich) am Samstag mit dem 30:27-Sieg beim Dessau-Roßlauer HV. „Wir haben ein ganz gutes Spiel gemacht. Wir verschießen vorne trotzdem viel. Wir spielen geduldig. Über die Abwehr war es sehr solide, wir kriegen wenig Tore im Positionsspiel. Wir können auch mal ein bisschen Spielglück haben, durch die Torhüterparaden, aber dieses Spielglück hatten wir die vergangenen Wochen nicht“, erklärt Lars Röller. „Der Sieg war verdient, auch wenn es eng war. Wir hatten keine Phase mehr, in dem unser Spiel komplett abreißt.“

Abläufe immer klarer

Die Einschätzung des 27-Jährigen: Die Mannschaft weiß mittlerweile dank der guten Arbeit des neuen Trainers Michael Haaß, wie im Angriff zu spielen ist, die Mannschaft kommt immer besser in die Abläufe. Es gibt eine positive Entwicklung. Mit Blick auf die Tabelle – und nach dem Sieg des Tabellen-17. HSG Krefeld gegen Oppenweiler – sagt Röller: „Die Lage ist noch nicht entspannt. Es sind wieder viele Mannschaften, die ungefähr punktgleich sind.“

Nach Stationen bei den Rhein-Neckar Löwen, HBW Balingen-Weilstetten, SG Leutershausen und TV Großwallstadt kehrte der Mutterstadter und frühere Friesenheimer Jugendspieler im vergangenen Sommer zurück. Der Start für ihn war nicht ganz einfach, dafür hat Lars Röller eine Erklärung. „Am Anfang war es eine schwierige Situation mit dem Trainer. Wir hatten allgemein keinen klaren Plan. Nach dem Trainerwechsel ist das Ganze immer besser zusammengewachsen.“

Froh über Rückkehr

Davon profitierte auch er. In den vergangenen Spielen begann Röller am Kreis und im Innenblock, er sieht die Spielanteile mit Kapitän Freddy Stüber nach wie vor relativ verteilt. Sein Vertrag läuft noch bis zum Sommer 2027. „Ich freue mich, zurück zu sein, es macht Spaß“, betonte der 2,04 Meter große Spieler.

Verletzt: Mihailo Ilic.
Verletzt: Mihailo Ilic.

Die Aufgabe am Mittwoch gegen den TSV Bayer Dormagen ist gerade noch etwas schwieriger geworden. Und wieder schlug das Verletzungspech knallhart zu. Der zuletzt auch im Angriff überragende Abwehrchef Mihailo Ilic zog sich in Dessau einen Ermüdungsbruch am rechten Fuß zu und wurde bereits operiert. Lars Röller bekommt im Innenblock einen neuen Partner.

Zur Sache

Das Heimspiel der Eulen am Mittwoch (19.30 Uhr) gegen den TSV Bayer Dormagen ist das traditionelle 1-Euro-Spiel. Das Spieltagsmotto lautet: Alle in Rot. Wer im roten Trikot – auch FCK-Trikots zählen – rotem Pulli, roter Jacke oder Hose oder auch mit rotem Schuhwerk kommt, darf für einen Euro Zweitliga-Handball erleben. Das ist möglich, weil Sponsoren der Eulen diesen Abend mitfinanzieren.

x