Eishockey
Es gibt viele Gründe für den Höhenflug der Adler Mannheim
Auch beim siebten Sieg im achten Spiel der Saison waren vor 10.255 Zuschauern wieder viele der Gründe zu sehen, die zum aktuellen Höhenflug der Adler beitragen.
Keeper Maximilian Franzreb zeigte, dass sich die Adler auf der Torhüterposition gegenüber dem Vorjahr noch einmal verstärkt haben. So machte er im ersten Drittel, als sein Team noch Schwierigkeiten hatte ins Spiel zu finden, gleich mehrfach beste Chancen der Sauerländer zunichte. Statistisch bildet er gemeinsam mit Johan Mattsson das mit Abstand beste Goalieduo der Liga.
Ebenfalls funktionieren die so wichtigen „Special Teams“ bei den Mannheimern bisher hervorragend. Bezeichnend, dass die erste Überzahlsituation der Adler direkt im 1:0 mündete. Die schnelle, gute Bewegung der Scheibe führte dazu, dass Kristian Reichel vor dem Iserlohner Tor ungestört per Direktabnahme einschieben konnte (7.). Bei Unterzahl sind die Adler sogar das mit Abstand stärkste Team der Liga.
Kein Zaubereishockey
Dabei ist es selten Zaubereishockey, das die Adler aufs Eis bringen. Stattdessen spielen sie stabil, setzen auf ihre Kadertiefe, die auch dadurch zum Ausdruck kommt, dass es nicht die beim Eishockey sonst übliche Hierarchie der einzelnen Reihen gibt, sondern die Spielanteile verteilt sind.
Einer, der davon profitiert und deutlich mehr auf dem Eis als in der vergangenen Saison steht, ist Yannick Proske. Der 22-Jährige spielt diese Saison an der Seite von Kapitän Marc Michaelis und Justin Schütz. „Es ist toll, an der Seite dieser beiden Nationalspieler spielen zu können. Es freut mich, dass ich das Vertrauen bekommen habe und mich da beweisen kann“, betonte er. Zu seiner eigenen Entwicklung sagt er: „Ich habe im Sommer hart dafür gearbeitet, die nächsten Schritte gehen zu können, und das zahlt sich nun aus.“
Neben Proske stand ein überglücklicher Eric Uba in der Mixed Zone. Der Deutsch-Kandier hatte mit dem zwischenzeitlichen 3:0 sein allererstes Profitor erzielt. „Ich hatte nicht immer eine einfache Zeit hier, aber dieser Treffer bedeutet mir sehr viel,“ gab Uba, der letzte Saison häufig als überzähliger Spieler nur auf der Tribüne saß, einen Einblick in sein Seelenleben.
Getrübte Freude
Etwas getrübt wurde die Freude durch eine Nachricht der Adler vor dem Spiel, in der sie die Verletzungen von Torhüter Mattsson und Stürmer Tom Kühnhackl aus dem Nürnberg-Spiel am Freitag vermeldeten. „Dies ist die Chance für junge Spieler wie Max Penkin und Uba Eiszeit zu bekommen. Diese Spieler haben sich ihren Platz im Team verdient und wir vertrauen ihnen.“