1. FC KAISERSLAUTERN Endspurt im Aufstiegsrennen – auch für einen der Hochbegabten beim FCK

Lauterer Leistungsträger: Boris Tomiak, hier im Heimspiel gegen den TSV Havelse.
Lauterer Leistungsträger: Boris Tomiak, hier im Heimspiel gegen den TSV Havelse.

Boris Tomiak ist eine der Entdeckungen der Saison beim Fußball-Drittligisten 1. FC Kaiserslautern. Der junge Innenverteidiger erzählt, warum die kurze Spielpause so wichtig war. Das Aufstiegsrennen tritt in seine entscheidende Phase ein.

Es geht um Fitness und Frische, um Konzentration und Kondition. Noch sechs Punktspiele hat der 1. FC Kaiserslautern in dieser Fußball-Drittliga-Saison vor der Brust. Beim Rundenfinale am 14. Mai, wenn das nun abgemeldete Team von Türkgücü München im Fritz-Walter-Stadion zu Gast gewesen wäre, müssen die Lauterer zuschauen. Bis dahin heißt es: Vollgas geben im Aufstiegsrennen. Dafür hat das Team in der länderspielbedingten Ligapause an einem etwas längeren Wochenende aufgetankt. „Sonntag und Montag waren frei, die Pause hat auf jeden Fall gut getan“, sagt Boris Tomiak.

Es geht um das ganz große Ziel

Der 23-Jährige ist neben Torwart Matheo Raab die Entdeckung der FCK-Saison. Tomiak ist – als Innenverteidiger – einer der Lauterer Toptorschützen. Fünf Treffer und drei Vorlagen stehen für den 1,93-Meter-Mann zu Buche. Der Leistungsträger war bei allen seinen Einsätzen über die volle Distanz auf dem Spielfeld. Der gebürtige Essener absolvierte 29 der 31 Drittliga-Partien des FCK in dieser Spielzeit, fehlte nur ob zweier Gelbsperren.

Der Dauerbrenner fühlt sich bereit für den Endspurt. Es geht um den Aufstieg, um das große Ziel, das sich die Roten Teufel scheuen, so richtig beim Namen zu nennen. Sie haben als Tabellenzweiter alles selbst in der Hand. Auch Tomiak denkt von Woche zu Woche – und meint pragmatisch: „Es wäre ja gelogen, wenn wir sagen, wir wollen nicht aufsteigen. Wenn wir diese letzten sechs Spiele alle gewinnen, kann uns keiner mehr einholen.“

„Voll Bock auf den Endspurt“

Gerade nach der kurzen Spielpause spüre man in jedem Training, „dass jeder noch mehr Gas gibt und voll Bock hat auf den Endspurt“. Er könne verstehen, dass der Eindruck entstanden sein könnte, in einigen der jüngsten Partien, wie beim 0:0 zuletzt bei Freiburg II, habe das Team nicht mehr so frisch gewirkt wie zuvor. „Von außen betrachtet, kam das wohl so rüber, dass da mal ein paar Prozent gefehlt haben“, räumt er ein. Aber nun, da auch die Hängepartie um das insolvente Türkgücü beendet ist, geht’s Richtung Schlussspurt. Auf der sechstletzten Etappe empfängt der FCK an diesem Samstag (14 Uhr, SWR, WDR, Magenta Sport, Liveblog auf rheinpfalz.de) den vom Abstieg bedrohten MSV Duisburg.

Schon 25.500 Tickets verkauft

Für ihr drittletztes Heimspiel haben die Lauterer bisher 25.500 Tickets verkauft. Es gibt keine pandemiebedingten Kapazitätsbeschränkungen mehr, es gilt 3G.

Tomiak sieht den großen Zuschauerzuspruch nicht als zusätzlichen Druck, sondern als Ansporn fürs Team. „Dass es uns hilft, wenn die Fans uns pushen, zeigt ja unsere Heimbilanz“, sagt er. 2022 hat der FCK zu Hause auf dem Betzenberg bisher fast immer gewonnen, einzig gegen Primus Magdeburg 2:2 gespielt.

Duisburg ist für Tomiak nicht nur des Endspurts wegen ein besonderer Gegner. In der Jugend, mit RW Essen und dem FC Schalke 04, habe er oft gegen die jungen „Zebras“ gespielt und in Duisburg-Wedau viele Lehrgänge besucht. Das Derbygefühl ist also mit in die Pfalz gewechselt, als der Abwehrschlaks vorigen Sommer von Fortuna Düsseldorf II kam. Und durchstartete.

Einer, der auch anderen auffallen dürfte

Tomiak ist einer der Garanten dafür, dass der FCK bisher nur 18 (nach dem Türkgücü-Rückzug offiziell 17) Gegentreffer hinnehmen musste. Er spielt in seinem ersten Drittligajahr so abgeklärt wie ein alter Hase, ist aber eben auch dynamisch und torgefährlich. Sein Vertrag beim FCK läuft bis 2023, jetzt würden die Lauterer noch Ablöse bekommen. Doch von der ferneren Zukunft wolle er jetzt nichts wissen, sagt Tomiak. „Es ist gut möglich, dass es Interessenten gibt, aber damit beschäftige ich mich nicht.“ Jetzt zählt erst mal nur der Sprint Richtung Zweite Liga.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via Glomex.

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