FCK Ein Trio ist nach langer Leidenszeit zurück bei den Roten Teufeln

Endlich wieder mittendrin: FCK-Angreifer Lukas Spalvis (Bildmitte).
Endlich wieder mittendrin: FCK-Angreifer Lukas Spalvis (Bildmitte).
Im Training bereits wieder engagiert bei der Sache: Dominik Schad (rechts)
Im Training bereits wieder engagiert bei der Sache: Dominik Schad (rechts)
Der Blick auf das Leder: FCK-Defensivmann Lukas Gottwalt ist wieder im Mannschaftstraining.
Der Blick auf das Leder: FCK-Defensivmann Lukas Gottwalt ist wieder im Mannschaftstraining.

Sie haben eine lange Leidenszeit hinter sich. Seit Mittwoch sind Lukas Spalvis, Dominik Schad und Lukas Gottwalt wieder im Mannschaftstraining des 1. FC Kaiserslautern. Vielleicht reicht es für den einen oder anderen in dieser Saison noch für ein paar Einsatzminuten.

Lukas Spalvis strahlt mit der Sonne im Nachwuchsleistungszentrum Fröhnerhof an diesem Mittwochvormittag um die Wette. „Das ist der Höhepunkt des Jahres“, verrät der 26-Jährige. Gerade hat er sein erstes Mannschaftstraining seit langer Zeit beim 1. FC Kaiserslautern absolviert. Am 25. August 2018 stand der Stürmer letztmals bei einem Fußballspiel auf dem Rasen – 0:0 endete damals die Drittliga-Partie der Lauterer gegen den Karlsruher SC. In der 62. Minute musste er verletzt vom Platz. Eine Arthroskopie brachte die niederschmetternde Diagnose: Knorpelschaden im durch zwei Kreuzbandrisse vorgeschädigten rechten Knie. Spalvis hatte eine lange Leidenszeit mit zwei Operationen vor sich. Beim Genesungsprozess gab es immer wieder Rückschritte.

Zweifel in der Heimat

Der 1,89 Meter große Angreifer begann im heimischen Vilnius, der Hauptstadt Litauens, zu zweifeln. „Ich war im Kopf erschöpft“, sagt er mit Blick auf diese schwierige Zeit. Er brach die Reha ab, wollte seine Karriere beenden. Nach zwei, drei Monaten Pause revidierte er seine Entscheidung. „Ich habe mich dann wieder reingekämpft.“ Heute ist er froh über diesen Entschluss.

FCK-Sport-Geschäftsführer Thomas Hengen hatte im März wie Trainer Marco Antwerpen ein längeres Kennenlerngespräch mit Spalvis geführt. Schließlich wurde der Litauer in der Pfalz noch einmal medizinisch begutachtet. Ergebnis: Das Knie sieht gut aus, der Stürmer, der noch einen Vertrag bis Sommer 2022 beim FCK hat, kann wieder mit der Mannschaft trainieren. Nach dem Abstieg in die Dritte Liga im Frühjahr 2018 hatte Spalvis direkt signalisiert, bei den Roten Teufeln bleiben zu wollen.

Hilfe von Trainer und Sport-Geschäftsführer

„Jetzt haben mir Thomas Hengen und Marco Antwerpen sehr geholfen“, sagt Spalvis – er ist den neuen Verantwortlichen am „Betze“ dankbar. Nun hofft der Angreifer, vielleicht in dieser Saison sogar noch ein paar Einsatzminuten im Drittliga-Abstiegskampf zu erhalten. „Wir müssen schauen, wie es läuft im Training. Ich bin froh, dass ich keine Schmerzen mehr habe. Es ist was anderes, hier auf dem Platz mit der Mannschaft trainieren zu können, statt alleine in der Reha oder im Kraftraum zu arbeiten.“ Auch der Trainer ist froh, Spalvis wieder auf dem Trainingsplatz zu haben. „Wir müssen jetzt schauen, dass er fit und dabei bleiben kann“, sagt Antwerpen.

Schad zweimal operiert

Gleiches gilt für Dominik Schad und Lukas Gottwalt. Auch die beiden Defensivspieler sind am Mittwoch nach schweren Verletzungen wieder auf den Trainingsplatz zurückgekehrt. Rechtsverteidiger Schad – bis 2023 unter Vertrag – hatte am 21. Oktober 2020 im Spiel gegen den FC Ingolstadt einen Wadenbeinbruch erlitten. Die Bilder damals waren schlimm. Schad bekam noch auf dem Platz eine Infusion gelegt. „Ich war in der Situation so vollgepumpt mit Adrenalin, da habe ich vieles nicht mitbekommen“, sagt der 24-Jährige. Zweimal wurde er operiert – bei der zweiten Operation wurde eine Schraube rausgenommen. „Das war auch von Beginn an so vorgesehen“, sagt der Außenverteidiger, eigentlich eine wichtige Stütze der Roten Teufel. Schad konnte fortan nur zusehen, wie seine Mannschaft immer tiefer in den Tabellenkeller rutschte. „Natürlich fiebert man da mit.“

Nun ist er froh, nach einem „harten halben Jahr“ wieder dabei zu sein. „Aktuell bin ich schmerzfrei. Man muss sehen, wie es ist, wenn ich mal mehrere Tage am Stück trainiert habe.“ Die Stimmung in der Kabine sei gut. „Psychologisch ist es wichtig, dass wir nun über dem Strich stehen.“ Schad hofft, dem Team im Saisonendspurt im Abstiegskampf noch helfen zu können. „Ich gebe alles dafür, dass ich noch ein paar Minuten bekomme.“

Gottwalt: „Wieder in der Gesellschaft“

Davon träumt auch Lukas Gottwalt, der sich im Mai vorigen Jahres in einem Trainingsspiel ebenfalls ein Wadenbeinbruch mit diversen Bänderverletzungen zugezogen hatte. „Ich freue mich sehr, sozusagen wieder in der Gesellschaft zu sein“, sagt der 23-Jährige. Sein Vertrag beim FCK läuft am 30. Juni aus. Gespräche über eine mögliche Verlängerung des Kontrakts hat es noch nicht gegeben. Die Genesung war und ist auch für ihn das Wichtigste. Der 28. April – für ein Lauterer Trio ein besonders sonniger Tag.

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