Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Ein Lichtblick

Sebastian Vettel war in seinem Aston Martin flott unterwegs.
Sebastian Vettel war in seinem Aston Martin flott unterwegs.

Der große Durchbruch ist Sebastian Vettel auch in Portugal noch nicht gelungen. Aber es gibt ein Licht am Ende des Tunnels.

Einzug in den dritten und letzten Qualifikationsabschnitt, damit Einzug in die Top Ten, erstmals besser qualifiziert als Teamkollege Lance Stroll, den er dann auch im Rennen, wenn auch knapp, hinter sich lassen konnte: Der Große Preis von Portugal lässt beim viermaligen Formel 1-Weltmeister Sebastian Vettel Hoffnung auf das Ende der Durststrecke keimen, selbst wenn Weltmeisterschaftspunkte auch im dritten Saisonrennen außer Reichweite lagen.

Erstmals vor Stroll

Dass der Aston Martin kein großer Wurf ist, dass er vom Leistungsvermögen trotz des Mercedes-Antriebsstranges wegen wenig effizienter Aerodynamik auch nicht im Entferntesten mit dem Vorgänger namens Racing Point vergleichbar ist, liegt auf der Hand. Aber von einem viermaligen Weltmeister und 53-fachen Grand-Prix-Sieger wird einfach erwartet, dass er zumindest seinen Teamkollegen in den Griff bekommt. Das ist Vettel in Portimao erstmals gelungen. Interessanterweise, obwohl Stroll – sicher kein schlechter Pilot, aber auch nicht das ultimative Vollgastier – ein technisches Update erhalten hatte, das Vettel mangels Kapazitäten im Team noch vorbehalten blieb.

Vertrauen gewonnen

Vettel kam wieder etwas besser mit seinem neuen Arbeitsgerät zurecht, konnte an den drei Tagen wieder etwas mehr Vertrauen ins Fahrverhalten des AMR21 gewinnen. Er verstehe jetzt besser, wie das Auto zu fahren ist, sagt er. Gelegenheit zu üben gibt es ja wegen der Testverbote nur an Rennwochenenden. Portimao könnte für Vettel das Licht am Ende des Tunnels bedeuten.

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