Fussball RHEINPFALZ Plus Artikel DFL beschließt neue Sicherheitsbestimmungen im Profifußball

Der Beschluss wurde veröffentlicht, während in Bremen die von Fans kritisierte Innenministerkonferenz tagt.
Der Beschluss wurde veröffentlicht, während in Bremen die von Fans kritisierte Innenministerkonferenz tagt.

Bei ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag hat die DFL neue Sicherheitsbestimmungen beschlossen. Zeitgleich läuft in Bremen die Innenministerkonferenz.

Sicherheitsbeauftragte in Vollzeit, Veranstaltungsleiter und mehr Fanbeauftragte – das sind einige Maßnahmen, die die Deutsche Fußball-Liga (DFL) bei ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag beschlossen hat. Damit soll die Sicherheit rund um Fußballspiele weiter optimiert, gleichzeitig die Fankultur gestärkt werden.

Konkret müssen Vereine in der Ersten und Zweiten Fußball-Bundesliga künftig einen Veranstaltungsleiter sowie einen (Zweite Liga), beziehungsweise zwei (Bundesliga) Sicherheitsbeauftragte in Vollzeit beschäftigen. In der DFL-Pressemitteilung heißt es weiter, dass im Sicherheitsmanagement die Anforderungen bei den Qualifikationen des Personals erhöht werden sollen. Zudem soll die Anzahl der Fanbeauftragten erhöht werden, bei Klubs im Oberhaus von drei auf sechs und in der Zweiten Liga von zwei auf drei. Zudem wolle man die Präventionsarbeit intensivieren, indem die sogenannten Stadionallianzen ausgebaut werden, über die sich unter anderem Klubs, Fanprojekten sowie Behörden an den jeweiligen Standorten austauschen. Über die Stadionallianzen wolle man auch dafür sorgen, dass die Polizei vor Ort weniger Arbeitsstunden leisten muss.

In Bremen tagt die IMK

Derzeit läuft in Bremen die Konferenz der Landesinnenminister (IMK). Dort beraten die Politiker unter anderem über mehr Sicherheitsvorkehrungen rund um Profifußballspiele. Der rheinland-pfälzische Amtsinhaber, Michael Ebling (DFL), hatte im RHEINPFALZ-Interview unter anderem kritisiert, dass die Polizei zur Absicherung zu viele Einsatzstunden absolvieren müsse.

Die Beschlüsse vom Donnerstag sind das Ergebnis einer Bund-Länder-offenen-Arbeitsgruppe (BLoAG), deren Resultate auch bei der IMK besprochen werden. Mit der Zusammenkunft der Minister hängt der DFL-Beschluss aber nicht direkt zusammen. Die DFL macht in ihrer Mitteilung noch einmal deutlich, dass das Stadionerlebnis in Deutschland sehr sicher ist. Das belägen offizielle Statistiken und Umfragen unter Besucherinnen.

Die bekanntgewordenen Pläne der IMK, unter anderem eine zentrale Stelle für Stadionverbote einzurichten, hat in Fankurven im gesamten Bundesgebiet Proteste ausgelöst. Die Fans fürchten eine Beeinträchtigung im Stadionerlebnis und eine Gefahr für die eigene Fankultur. In dieser Woche wurde bekannt, dass die Innenminister in Bremen unter anderem nicht mehr über personalisierte Tickets und flächendeckende Ausweiskontrollen beraten wollen.

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