Fußball
Deutschland schlägt Luxemburg klar – Rechtsverteidiger Kimmich als Torjäger
Nach dem Fehlstart in der Slowakei und dem Sieg gegen Nordirland führte das deutsche Team nun die Gruppe an, da die Slowakei in Nordirland unterlag. Die deutsche Fußball-Welt sieht nun schon wieder etwas besser aus. „Galligkeit und Gier waren gut“, resümierte Bundestrainer Julian Nagelsmann.
Im dritten Spiel der WM-Qualifikation waren die ersten Minuten verheißungsvoll. Schnell führte das deutsche Team mit 2:0. Die Frage, wer denn die deutschen Tore schießen könnte, beantworteten zwei Abwehrspieler. In der zwölften Minute zirkelte David Raum einen Freistoß wunderschön ins rechte Eck. Und neun Minuten später erhöhte Joshua Kimmich mit einem Handelfmeter auf 2:0. „Wichtig, dass wir von Anfang an da waren. Wir haben nichts zugelassen“, betonte David Raum.
Abwehrspieler Kimmich? Genau! Denn Bundestrainer Julian Nagelsmann vollführte in Sinsheim eine Rolle rückwärts. Kapitän Kimmich, bei der Heim-EM und in der Nations League rechter Verteidiger, war zuletzt wieder im defensiven Mittelfeld. Aber weil sich hinten rechts einfach kein Spieler so richtig aufdrängt, stellte Nagelsmann vor der Partie gegen Luxemburg wieder um.
Immer einseitiger
Kimmich also verwandelte den Elfmeter, zudem sah Dirk Carlson, der von 2019 bis 2021 beim Karlsruher SC spielte, nach seinem Handspiel die Rote Karte. Carlson stoppte so den agilen Serge Gnabry. Die Entscheidung fiel nach VAR-Prüfung.
Das eh schon einseitige Spiel wurde nach dem Platzverweis noch einseitiger. Die dominierende deutsche Elf hatte die eine oder andere Chance noch vor der Pause, auf 3:0 zu erhöhen, doch Serge Gnabry, Leon Goretzka und David Raum brachten den Ball nicht im Tor von Anthony Moris unter. In den letzten Minuten vor der Pause waren die Aktionen nicht mehr so zwingend. Kimmichs Part im defensiven Mittelfeld übernahm Aleksandar Pavlovic, der viele Ballkontakte hatte.
Wie schon in Durchgang eins erwischte die deutsche Elf einen tollen Start und erhöhte innerhalb von drei Minuten auf 4:0. Luxemburg ließ nach, das bestrafte der Favorit konsequent. Aus einen Luxemburger Abstoß entsprang das 3:0, ein Pass von Karim Adeyemi auf Serge Gnabry, der Offensivspielersetzte sich durch und schoss den Ball trocken und konsequent ins Netz (48.). Nach einem Eckball von David Raum fiel das 4:0, Luxemburg verlor den Überblick im eigenen Strafraum und Joshua Kimmich staubte zum 4:0 ab. Der Rechtsverteidiger als Torjäger – ins Sinsheim wurde das möglich.
Starker Bayern-Block
Während Nico Schlotterbeck schon zur Pause in der Kabine blieb, wechselte Julian Nagelsmann im Laufe der zweiten Halbzeit munter durch. Auch für Mittelstürmer Nick Woltemade war früher Schluss, der Angreifer von Newcastle United spielte ordentlich mit, mehr nicht. Weil Ridle Baku sein Comeback feiern durfte, wechselte Torjäger Kimmich wieder ins Mittelfeld. Eine feste Umarmung vom Bundestrainer erhielt Serge Gnabry, der weiter in bestechender Form ist, so weitermachte wie beim FC Bayern. Das war ein starker Bayern-Block am Freitag. „Wir hatten ein gutes Gegenpressing, waren aktiv gegen den Ball. Wir haben viele Dinge besser gemacht als zuletzt“, betonte Leon Goretzka.
Die Zuschauer in der ausverkauften Arena in Sinsheim waren zufrieden, sie ließen die La-Ola-Welle durch das Stadion schwappen.