Sport Der Talentschmied mit dem FCK-Gen
Kaiserslautern. Die Augen strahlen. An der Wand in der kleinen, spartanisch eingerichteten Trainerkabine eine Tafel mit einer taktischen Aufstellung seiner U17: Alexander Bugera, seit Montag 38 Jahre alt, ist Feuer und Flamme für seine Aufgabe im Fußball-Talentschuppen des 1. FC Kaiserslautern.
Am Samstag (14.30 Uhr) startet Bugeras U17 bei den Stuttgarter Kickers in die Bundesliga-Saison. Mit einem neuen Jahrgang, gerade der U16 entwachsen, gilt es, sich in der Eliteliga zu etablieren. Nur Niclas Stierlin, der Kapitän, blieb von der letztjährigen U17 übrig. „Die U16 war Meister der Regionalliga. Die Jungs, die aufrücken, haben Qualität“, attestiert Bugera seiner überaus willigen Truppe. Rückblende: Bugera, von 2007 bis 2013 Profi beim FCK, von 2013 bis 2015 in der U23 die Führungsfigur, nach dem Karriereende Trainer der U13. Im April, die U17 ist in der Bundesliga in Abstiegsnot, wird Bugera als „Sechs-Spiele-Trainer“ zum gefeierten Retter: vier Siege, ein Remis, eine Niederlage. Bugeras Lohn ist die Beförderung zum Trainer der U17. „Die sechs Spiele sind super gelaufen“, sagt Alexander Bugera, der mit Frau Saskia und Tochter Marie in Kaiserslautern längst heimisch geworden ist. „Ich mag die Zeit mit der U13 nicht missen“, verdeutlicht Bugera. Er ist dankbar für die Zeit und die Chance, den richtigen Weg für die Karriere nach der Karriere zu finden. „Stefan Kuntz hatte den Plan, nicht nur Spieler, sondern auch Trainer für den FCK auszubilden. Das wurde vom neuen Vorstand so auch übernommen, was mich freut und stolz macht“, bekundet der einstige U21-Nationalspieler, der 2017 die Fußball-Lehrerausbildung anstrebt. „Ich will den Beruf erlernen – step by step.“ Die ersten Schritte Bugeras auf neuem Terrain sind sehr verheißungsvoll. „Mein Ziel ist es, die Jungs nicht nur fußballerisch, sondern auch persönlich voranzubringen. Die Jungs müssen jetzt reifen. Es ist nicht einfach – die Schule, die ersten Freundinnen, viermal Training ...“ „Mein Vorteil ist vielleicht, dass ich den Weg kenne, ihn auch gegangen bin, ich war Fußballer“, sagt Bugera. Und was ihm wichtig ist: „Ich kann das FCK-Gen vorleben. So habe ich das auch bei der U13 vorgelebt. Ich weiß, was beim FCK verlangt wird.“ Stolz verweist der 38-Jährige auf die Jungs, die es zuletzt aus dem Talentschuppen des FCK in die Bundesliga geschafft haben: Dominique Heintz, Willi Orban, Marius Müller. Kader Tor: Lukas Schellenberg, Jonas Weyand Abwehr: Jannis Held, Leon Hotopp, Kevin Klein, Lukas Kölsch, Tim Nagel, Jakob Rausch, Niclas Stierlin, Nico Wendling Mittelfeld: Marko Andrijanic, Marc Ehmann, Aaron Francus, Anil Götzütok, Luis Kersthold, David Spanier Angriff: Benson Kamau.
