Sport Der dritte Anlauf
KAISERSLAUTERN (zkk). 2013 in der Relegation an Hoffenheim gescheitert, 2014 den Aufstieg daheim verspielt, am Ende blieb nur Platz vier als Trostpreis: Im dritten Anlauf will Dominique Heintz (21) mit dem 1. FC Kaiserslautern den Bundesliga-Aufstieg schaffen. „Endlich schaffen ...“, ergänzt der Abwehrspieler.
Und feiern! „Wenn uns Tobi Sippel die Bilder vom Aufstieg 2010 zeigt – unfassbar, was da in der Stadt los war“, erzählt der aus Kirrweiler kommende Heintz. Er hatte seinen Stammplatz nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel verloren, saß nach der Genesung auf der Bank, weil Tim Heubach ihn prima vertreten hatte. In Bochum kam Heintz nach 25 Minuten für den angeschlagenen und Gelb-Rot gefährdeten Heubach, überzeugte im Duell mit Top-Torjäger Simon Terodde. Am Samstag (13 Uhr) im Heimspiel gegen den FC St. Pauli dürfte Heintz wieder erste Wahl sein, Heubach fällt wegen einer muskulären Verletzung wohl aus. „Timmi und ich, wir verstehen uns super, auch wenn wir die gleiche Position spielen. Genauso ist es bei Simon Zoller und Philipp Hofmann. Jeder gönnt dem anderen den Erfolg! In den letzten drei Spielen ist es egal, wer spielt. Wir sind eine Mannschaft“, verdeutlicht der U21-Nationalspieler, der im Juni bei der EM in Tschechien dabei sein dürfte. Dominique Heintz hat bisher eine prima Saison gespielt, er hat sich im Verbund mit seinem langjährigen Abwehrkollegen Willi Orban kontinuierlich gesteigert, auch in der Spieleröffnung verbessert. Fleiß und Leidenschaft zeichnen den kopfballstarken Linksfuß aus, der sich auf Samstag auf einem proppenvollen „Betze“ freut. „Was gibt es Schöneres, als vor 45.000, 46.000 zurückzukommen …“ Der FC St. Pauli, acht Tage später der FC Erzgebirge Aue – gegen diese beiden abstiegsgefährdeten Mannschaften ist eine entschlossene Gangart gefordert. „Da gilt’s, über den Kampf ins Spiel zu kommen. Wir brauchen die Aggressivität in den Zweikämpfen wie beim Spiel in Bochum“, sagt Heintz. Er kann’s auch rustikal. Es gibt Bundesligisten, die längst ein Auge auf den jungen Lauterer geworfen haben, bestätigt Uwe Fuchs, der ehemalige FCK-Profi, der Heintz für die Agentur „Sports total“ betreut.„Ich kann nichts dafür, wenn jetzt Vereine wie Gladbach genannt werden. Ich blende das aus, ich beschäftige mich nicht damit. Ich konzentriere mich total auf den FCK, mit dem ich endlich aufsteigen will“, sagt Heintz. Der FCK will den bis 2016 laufenden Vertrag frühzeitig verlängern, Heintz sich nach Saisonende entscheiden, wissend, dass es leichter fällt, bei einem Erstligisten zu verlängern …. ZUR SACHE: Jenssen ist wieder da Überraschung: Gestern nahm Ruben Jenssen nach auskuriertem Ermüdungsbruch am Mittelfußknochen des rechten Fußes das Training beim Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern wieder auf. Tim Heubach fehlte, war zur Untersuchung beim Mannschaftsarzt und dürfte am Samstag (13 Uhr) in der Partie gegen den FC St. Pauli fehlen. Wieder fit und voll im Training steht Tobias Sippel. Trainer Kosta Runjaic ließ gestern noch offen, ob der 27-Jährige nach verheiltem Muskelfaserriss im Oberarm wieder das Tor hütet, oder Marius Müller erste Wahl bleibt. (zkk)
