Sport Becca stocksauer nach Wilhelms Rundumschlag: „Ich glaube, sie brauchen mich gar nicht!“

Flavio Becca
Flavio Becca Foto: KUNZ

Flavio Becca ist sauer. Der mögliche Investor wartet verärgert auf ein Konzept der neuen Führung des Beirats der Kapitalgesellschaft des 1. FC Kaiserslautern.

„Ich warte ab – ich habe Zeit“, sagte der Luxemburger am Donnerstagabend in einem Telefonat mit der RHEINPFALZ. Nachdem wegen der Rücktrittswelle im früheren FCK-Aufsichtsrat (und Beirat) der unterschriftsreife Vertrag zum Einstieg mit einem Vereinswert von 45 Millionen Euro nicht zustande kam, erklärte Becca, er wolle abwarten, welchen Weg die neue Führung einschlägt.

Sauer auf Professor Wilhelm

Plakate wie „Becca hau ab“ im Stadion und Buhrufe bei der Jahreshauptversammlung (JHV) am Sonntag haben den Geschäftsmann verstimmt. Der verbale Rundumschlag des neuen FCK-Aufsichtsrates Prof. Jörg E. Wilhelm bei der JHV hat Becca verärgert. „Da wurden Herr Rotberg und Herr Fuchs, da wurden die Investoren um Frau Becker und auch ich beleidigt. Einer, der so redet, der muss ja einen ganzen Schrank voller Investoren haben. Ich glaube, sie brauchen mich gar nicht…“, sagte Becca. Wilhelm habe Investoren und mögliche Investoren schlecht geredet. Irritierend bewertet Becca zwei Mails, die Wilhelm an seinen Mitarbeiter Patrick Gregorius geschickt habe. Darin schreibe Wilhelm, dass es noch kein Konzept gebe. In Sachen Investment müsse alles über seinen Tisch gehen. Becca ging davon aus, dass der neue FCK-Geschäftsführer Voigt diese Gespräche führe. Merkwürdig berührt den Luxemburger eine Aussage von Rainer Keßler: „Er sagte ja, potenzieller Investor sei für ihn das Unwort des Jahres ...“ Gemeldet habe sich FCK-Beiratschef Markus Merk, sagte Gregorius, um einen Termin für „ein Rendezvous“ zu vereinbaren.