Eiskunstlauf
Auf Anhieb auf Medaillenjagd
„Wir sind sehr glücklich und hoffen, dass es so weiter geht“, sagte Ruben Blommaert, nachdem er gleich beim ersten internationalen Wettbewerb mit seiner neuen Partnerin Elisa Efimova Silber gewonnen hatte. Er ergänzte: „Wir haben zwei Jahre auf diesen Moment gewartet.“
Seit 2020 laufen Blommaert und die in Finnland geborene 23-Jährige, die aus einer finnisch-russischen Familie kommt, zusammen, durften aber nicht international starten: Efimova, die zunächst für Finnland lief und dann nach Russland wechselte, hatte lange keine Freigabe des russischen Verbands bekommen. Im Vorjahr durfte sie mit Bommaert zumindest bei den deutschen Meisterschaften antreten, wo sie Zweite hinter Minerva Hase und Nolan Seegert wurden.
Vorfreude auf EM und WM
Efimova hatte 2018 bereits mit ihrem damaligen Partner Alexander Korovin in Oberstdorf die Nebelhorn Trophy gewonnen. Jetzt gab es mit dem gebürtigen Belgier Blommaert, mit dem sie für den ESC Oberstdorf startet, gleich 186.17 Punkte – nur 3,5 Punkte weniger als die Bestleistung von Hase/Seegert. „Jetzt hoffen wir noch auf eine Grand-Prix-Einladung, und dann kommen EM und WM“, sagte sie zufrieden in gutem Deutsch.
Bronze für Hocke/Kunkel
Blommaerts vorige Partnerin Annika Hocke wiederum läuft seit 2019 mit Robert Kunkel. In Oberstdorf holten sie nun Bronze mit einer neuen Bestleistung von 184,47 Punkten. „Wir hatten eine sehr schwierige letzte Saison“, erklärt Kunkel. Acht Monate lang liefen die Berliner keinen Wettbewerb: Verletzungen und Ärger am Trainingsstützpunkt zählt der 23-Jährige auf. Daher ist das Paar nach Bergamo gewechselt und trainiert beim früheren Paarläufer Ondrej Hotarek. „Es macht Mega-Spaß dort“, sagt Hocke. „Und man bekommt neue Impulse“, ergänzt Kunkel. Der Wechsel scheint sich auszuzahlen. Beide Paare sind in dieser Form bereits Kandidaten für eine EM-Medaille. In Oberstdorf konnten sie vier Konkurrenten um einen Podiumsplatz hinter sich lassen, es siegten die Kanadier Deanna Stellato/Maxime Deschamps.
Im Einzel dagegen wurde der Dortmunder Nikita Starostin lediglich Neunter. Kristina Isaev verpasste wegen eines positiven Covid-Tests die Kür. Die von Mannheim nach Oberstdorf gewechselte 21-Jährige zeigte zuvor gute Ansätze, doch wurden alle Sprünge abgewertet. Im Eistanz fehlten die deutschen Meister verletzt.
Bis zu den nächsten nationalen Titelkämpfen im Januar soll das neue DEU-Präsidium im Amt sein. Wer nach der gescheiterten ersten Wahl Mitte September zur nächsten Runde im Oktober antritt, ist noch offen.