Tischtennis
Altstar verleiht Flügel: TSG Kaiserslautern vor dem Coup
Zwei Partoen stehen noch an, darunter die so wichtige Heimpartie gegen den TTX immoXone Bietigheim-Bissingen. Mit einem Sieg im Spitzenspiel am Sonntag wäre der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse sicher. Ein Remis würde vermutlich auch reichen, denn ein Sieg am letzten Spieltag bei Schlusslicht Post SV Mühlhausen II ist sehr wahrscheinlich.
Die TSG Kaiserslautern hat schon lange die Ambition, in die Zweite Bundesliga aufzusteigen. Durch unnötige Niederlagen gegen die Kellerkinder der Liga waren die Hoffnungen auf den Sprung in Liga zwei jedoch zumeist früh in der Saison dahin. Im Vorjahr wurde das Ziel trotz der Verpflichtung des ehemaligen chinesischen Weltklassespielers Xi Wang verfehlt – wegen des TSV Windsbach, der mit einem Großsponsor schnell nach oben strebte und eine Mannschaft mit Erstliga-Niveau an die Platte schickte.
Der Schlüsseltransfer
Der Vizemeisterschaft im Vorjahr folgte die Verpflichtung von Torben Wosik. Der ehemalige deutsche Nationalspieler, der in der Weltrangliste einst auf dem 25. Rang stand, sorgte für viel Euphorie bei der TSG. Der mittlerweile 52-Jährige fasziniert mit seinem variablen Spiel. „Es ist der Wahnsinn, wie er spielt. Er hat immer wieder eine spezielle Taktik auf Lager. Er weiß genau, was er macht“, sagt TSG-Abteilungsleiter Helmut Schneider.
Der deutsche Meister der Jahre 1999 und 2008, der auch Vize-Weltmeister mit der Mannschaft 2004 wurde, war von Zweitligist Hertha BSC Berlin nach Kaiserslautern gewechselt. Obwohl Wosik eigentlich Rechtshänder ist, spielt er mit links, weil sein Idol, der Schwede Stellan Bengtsson, ebenfalls mit links spielte. Trotz des hohen Niveaus in der Dritten Bundesliga Süd erspielt sich Wosik eine Bilanz von 15:6 Siegen. Damit kommt er zwar nicht an die überragende Bilanz von TSG-Topspieler Xi Wang (29:0) heran, überragte dennoch im Spitzenpaarkreuz. Auch dahinter konnten die Japaner Haruki Miyamoto und Yuki Suganuma in dieser Saison überzeugen.
Zudem steht in Luis Kraus ein junger talentierte Angriffsspieler in den Reihen der TSG. Er möchte noch Profi werden. Die langjährige Hoffnung der TSG Kaiserslautern, Felix Köhler, der ehemalige Schülermeister (U15), verließ den Verein in der Winterpause in Richtung des Oberligisten TTC Odenheim.
An der Spitze gleichauf
Bietigheim und Kaiserslautern haben jeweils 30:2 Punkte aufzuweisen. Nur die um vier Partien bessere Spieldifferenz trennt die beiden Teams. Das Hinrundenspiel gewann Kaiserslautern am ersten Spieltag mit 6:3.
Wie ginge es nach einem Aufstieg weiter in Kaiserslautern? Spielen kann die TSG weiter in ihrer bisherigen Heimstätte, der Halle 1. Infrastrukturell bedarf es keiner Veränderungen, auch weil die TSG sich bereits modern aufgestellt hat. „Wosik bleibt auf jeden Fall, wenn wir in die Zweiten Bundesliga aufsteigen. Wang bleibt auch, wenn wir in der Dritten Bundesliga bleiben“, erklärt Schneider. „Weitere Verpflichtungen sind so gut wie fix, wenn der Aufstieg gelingt“, fügt er an.