Eishockey
Adler Mannheim zeigen eines der besten Spiele der Saison
Dass Eishockey manchmal eben doch nur eine schöne Nebensache ist, daran wurde vor dem Auftakt des Spiels erinnert. Mit einer gebührenden Choreographie feierte die Fankurve das 25-jährige Bestehen von Rosys Kids Corner. Die Wohltätigkeitsorganisation geht zurück auf eine Idee des dreimaligen Meister-Torhüters, Mike Rosati. Sie ermöglicht Patienten der Kinderkrebsstation des Mannheimer Universitätsklinikums den Besuch bei Heimspielen in der Arena.
Trainer Eakins sehr zufrieden
Die Adler gaben alles, um dem Jubiläum würdig zu werden, zeigten eines der besten Spiele der Saison. Coach Dallas Eakins: „Als Trainer spricht man immer davon, dass sein Team über sechzig Minuten gut spielen soll. Nur selten gelingt dies einem, weil schwächere Phasen in einem Spiel dazugehören. Aber heute haben wir es geschafft, haben über die vollen sechzig Minuten eine starke Leistung gezeigt.“
Den Auftakt dafür gab es bereits nach 102 Sekunden, als die 12.090 Zuschauer in der Arena jubeln durften. Tom Kühnhackls 1:0 gab den Auftakt zu einem Offensivfeuerwerk mit vielen Adler-Chance. Allein Kristian Reichel ließ drei hundertprozentige Chancen im ersten Abschnitt liegen.
Kein Strohfeuer
Wer aus Mannheimer Sicht die Sorge hatte, dass es sich um ein Strohfeuer handelte, wurde im noch besseren zweiten Abschnitt eines Besseren belehrt. Bremerhaven kam nun überhaupt nicht mehr zum Luft holen. Erst als die Adler im letzten Drittel das Tempo etwas herausnahmen, fanden des Pinguins überhaupt wieder ins Spiel. Bezeichnend für die Überlegenheit, dass Dan Renoufs 4:0 in Mannheimer Unterzahl fiel (57.).
Nationalspieler Alex Ehl, der das wichtige 3:0 erzielte, war zufrieden: „Wir waren von Anfang an bereit und haben unser Spiel die ganze Zeit durchgezogen.“ Ehl, noch zwei weitere gute Möglichkeiten hatte, beschrieb die Bedeutung seines Tores so: „Wir mussten geduldig bleiben und das haben wir getan. Es war wichtig, Charakter zu zeigen und nicht nachzulassen.“ Ehls Mentalität ist eine Charaktereigenschaft, die auch von seinem Trainer hervorgehoben wird. „Bei Alex ist es egal, wie viel Minuten er spielt, auf welcher Position oder in welcher Reihe. Man weiß immer, dass er sein Bestes gibt und was man von ihm bekommt“, lobte Eakin. Aber auch ein anderer hatte Grund zur Freude. Torhüter Maximilian Franzreb blieb das zweite Mal in dieser Saison ohne Gegentor. Er lobte dafür vor allem seine Kollegen: „Sie haben vor dem Tor alles weggenommen und mit ganz viel Herz gespielt.“