Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim vermeiden ihren Angstgegner

Die Adler gehen mit Rückenwind in die Play-offs.
Die Adler gehen mit Rückenwind in die Play-offs.

Mit einem 4:2 gegen den Schwenninger ERC haben die Adler Mannheim die Vorrunde erfolgreich beendet. Als Tabellenzweiter vermeiden die Kurpfälzer einen Angstgegner.

Vorne effizient, hinten konsequent – die Adler arbeiteten sich gegen Schwenningen schon einmal in Playoff-Form. „Eigentlich wollen wir jedes Spiel mit einem Play-off-Mindset angehen, aber das heute war sicher ein guter Anfang“, sagte Stürmer Yannick Proske. Er selbst war mit gutem Beispiel vorangegangen, erzielte unmittelbar nach der ersten Pause mit einem klassischen Konter das 2:0 (21.). Ganz zufrieden war er mit der Vorstellung seiner Adler allerdings nicht. „Wir können in einigen Bereichen noch etwas genauer sein und den Puck besser von hinten heraus spielen.“

Zumindest in Sachen Effizienz konnte er aber nach 40 gespielten Minuten schon sehr zufrieden sein. Alex Ehl (4.) hatte die Gastgeber vor 13.600 Zuschauern in der ausverkauften SAP Arena in Führung gebracht. Der Pass dazu kam vom unermüdlich arbeitenden Teamkapitän Marc Michaelis. Es war die erste nennenswerte Torannäherung der Gastgeber. Das erste Überzahlspiel für die Adler nutzte hingegen Matthias Plachta (36.) aus spitzem Winkel. Hier sah Gästetorhüter Christopher Gibson ein wenig unglücklich aus. Und auch das zweite Überzahlspiel der Adler war erfolgreich. Maximilian Heim traf in einem eher unüblichen Solo (48.).

Damit hätte der Abend für die Mannheimer schon beendet sein können. War er aber nicht. Und das waren die Kleinigkeiten, die Proske angesprochen hatte. Insgesamt verlegten sich die Adler im Schlussabschnitt nahezu komplett auf Spielkontrolle. Und die ging plötzlich verloren. Schließlich hatten die Gäste einiges zu verlieren, wollten mit einem Sieg das Heimrecht in der ersten Play-offrunde gegen Wolfsburg sichern.

Alex Karachun (52.) war als Erster zur Stelle, fälschte einen Schuss von Eric Martinsson unhaltbar ab, versaute dem Maxi Franzreb im Adler-Tor das Zu-Null-Spiel. Damit war allerdings auch die bis dahin gezeigte Sicherheit dahin. Zwei Minuten später war es erneut die Kelle Karachuns, die dem Puck die entscheidende Richtungsänderung mit auf den Weg gab.

Kühnhackl freut sich über’s Comeback

Eine Strafzeit gegen Tom Kühnhackl sorgte vier Minuten vor dem Ende noch einmal für Blutdruck bei den Adler-Fans. Aber es brannte nichts mehr an. Kühnhackl feierte damit sein Comeback nach seiner schweren Verletzung am 14. Dezember mit zwei Strafzeiten in der Statistik. Ihm war es egal. Wichtiger als die Strafzeiten war ihm die Rückkehr nach langen Monaten mit Operation, Reha und dem Kampf zurück auf Wettkampfniveau. „Es war gut, dass ich vor den Play-offs noch ein Spiel bekommen habe, sonst wäre es noch ein bisschen schwieriger geworden.“ Aus Mannheimer Sicht war dies die wichtigste Nachricht des Tages.

Die zweitwichtigste kam aus Straubing und München. Durch die Niederlagen der direkten Konkurrenten kletterten die Adler wieder auf den zweiten Tabellenrang, haben damit zumindest in Runde eins Angstgegner Eisbären Berlin vermieden, gegen den seit 2002 keine Serie mehr gewonnen worden ist. Für Kühnhackl war es egal. „Es ist schön, endlich wieder auf dem Eis zu stehen.“

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