Eishockey RHEINPFALZ Plus Artikel Adler Mannheim im Spitzenspiel unglaublich effizient

Starke Defensive: Nicolas Mattinen bremst einen Straubinger Angriff.
Starke Defensive: Nicolas Mattinen bremst einen Straubinger Angriff.

Mit einem Sieg bei den Straubing Tigers kletterten die Adler Mannheim wieder auf die Spitzenposition der Deutschen Eishockey Liga.

Ganz so deutlich, wie das Endergebnis war der 4:0-Erfolg im Spitzenspiel beim Tabellendritten Straubing allerdings nicht.

Drei Tore in Überzahl und eines nach einer Fehlerkette der Gastgeber – für die Spielweise der Adler wurde das Wort „Effizient“ erfunden. „Das war von Anfang bis zum ende ein solides Spiel von uns“, lobte Trainer Dallas Eakins seine Mannschaft, zu der ab sofort auch noch Angreifer Brendan O’Donnell gehört. Der 33-jährige Kanadier verbuchte in vier Jahren bei der Düsseldorfer EG 158 Scorerpunkte in 161 Spielen.

Die Mannschaft verdiente sich am Freitag vor allem in der Defensive ein Sonderlob des Trainers. „Jede Sturmreihe und jedes Verteidigerpaar war beteiligt – und wir hatten wieder einen exzellenten Torhüter.“ Die kurze Schwächephase zu Beginn des zweiten Abschnitts war ihm dabei nicht entgangen. „Wir haben nachgegeben, aber wir sind daran nicht zerbrochen. Das ist auswärts immer ein gutes Zeichen.“

Super Eishockey gespielt

Immerhin war es für die Adler und auch für Torhüter Maximilian Franzreb das zweite Spiel in Folge ohne Gegentreffer. Der Torhüter gab das Lob an seine Vorderleute weiter. „Außer in zehn, 15 Minuten im zweiten Drittel haben wir hinten und vorne wirklich super Eishockey gespielt“, sagte er. Das er gemeinsam mit Johan Mattsson das beste Torhüterduo der Liga bildet, spielt dabei für ihn nur eine untergeordnete Rolle. Auch für Leon Gawanke, der den Mannheimer Torreigen mit einem schwungvollen Schlenzer von der blauen Linie (9.) eröffnete – der erste von drei Überzahltreffern. „Wir wollen mit den Special Teams Momentum erzeugen. Das ist uns heute gelungen“, kommentierte er trocken. Wobei die Straubinger tatkräftig mithalfen, dass die Überzahlquote der Adler am Ende des Abends bei beeindruckenden 50 Prozent stand. Bei der Vorentscheidung durch Justin Schütz (57.) hatten die Gäste einen Mann mehr auf dem Eis, bei der Entscheidung durch Kapitän Marc Michaelis (58.) waren es sogar deren zwei. Kein Wunder, dass da beim ein oder anderen Akteur der Gastgeber die Sicherungen ein wenig durchbrannten. „Am besten lässt man sich darauf nicht ein, sondern bestraft es mit Toren“, meinte Torhüter Maxi Franzreb. Das wiederum hat bei den Adlern nur zum Teil funktioniert, wie die Disziplinarstrafe gegen Zach Solow 19 Sekunden vor dem Ende zeigt.

Viel Einsatz

Es war der einzige statistische Schwachpunkt bei den Mannheimern, die auch die Druckphase der Straubinger im zweiten Abschnitt mit viel Einsatz und einem starken Franzreb überstanden und zum perfekten Zeitpunkt zurückschlugen. Beim 2:0 durch Kristian Reichel (26.) sahen weder die Abwehr noch der ansonsten gute Torhüter Henrik Haukeland besonders gut aus. „Wir wollen 60 Minuten unser Spiel durchziehen. Das gelingt uns im Moment relativ gut“, betonte Leon Gawanke.

Am Sonntag um 16.30 Uhr sind die Augsburger Panther zu Gast.

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