Eishockey
Adler Mannheim erhalten eine Lehrstunde
Damit liegen sie in der Viertelfinal-Serie nun mit 1:2 zurück. Geht es aber nach den Adlern, dann ist eigentlich am Freitagabend gar nicht so viel passiert. „Es ist in den Play-offs normal, dass man mal gut startet und mal nicht so gut“, kommentierte Stürmer Tom Kühnhackl den ersten Durchgang, in dem die Münchner nur fünf Schüsse für eine 3:1-Führung benötigten und damit ein Musterbeispiel an Effizienz waren.
Mehr als ein „Stets bemüht“ und dem zwischenzeitlichen 1:2-Anschlusstreffer eben durch Kühnhackl brachten die Adler nicht auf die Anzeigetafel. „Wir müssen einen Gang hochschalten“, forderte der Torschütze nach dem ersten Durchgang. Gehör fand er damit nicht. Die Adler erhielten weiter eine Lehrstunde in Sachen Play-off-Eishockey, trafen nur noch vier Minuten vor dem Ende durch Leon Gawanke. Der wiegelte im Anschluss ab: „Insgesamt war das ein ziemlich gutes Spiel von uns“, sagte Gawanke und konnte dabei auf die Schussstatistik verweisen, die ein deutliches Plus zu Gunsten der Adler aufwies. „Im Prinzip müssen wir nur an ein paar Stellschrauben drehen“, formulierte er das Adler-Mantra der gesamten Runde.
Die Sache mit den Stellschrauben
Stellschrauben, die andere Teams nach 52 Vorrundenspielen und drei Partien in den Play-offs längst gedreht haben. Das sah Verteidigerkollege Tobias Fohrler ähnlich: „Wir hatten im zweiten Drittel nicht die Intensität von Play-off-Eishockey.“
Das sei zwar im dritten Abschnitt wieder besser gewesen, „aber am Sonntag müssen wir von Anfang an so spielen.“ Auch das eine Forderung, wie sie im Saisonverlauf schon viel zu häufig aus dem Adler-Lager zu hören war. Viel zu selten allerdings mit der entsprechenden Umsetzung.
Sie zeigen Emotionen
Immerhin zeigten die Adler Emotionen. Wenn auch nicht optimal dosiert. „Klar können wir ein bisschen disziplinierter spielen“, erklärte Gawanke mit Blick auf die Strafzeitenstatistik, die sich vor allem im dritten Durchgang und nach dem Spieldauer-Ausschluss von Luke Esposito für den Bandencheck gegen Konrad Abeltshauser einhandelte. Beim Angriff von Tobias Rieder gegen Adler-Torhüter Arno Tiefensee blieb die Pfeife der Unparteiischen hingegen stumm, was nicht gerade zur Deeskalation beigetragen hat. „Ich glaube, es lag heute nicht nur an uns, dass es sich so hochgeschaukelt hat“, sagte Gawanke. Am Sonntag (19 Uhr) sind die Adler im SAP-Garden in München zu Gast.
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