FCK
1:1 gegen FSV Zwickau: Frust der Fans nach ganz schwacher FCK-Vorstellung
Es läuft die 88. Minute im Fritz-Walter-Stadion. Zwickaus Can Coskun bringt im Strafraum Kenny Prince Redondo zu Fall. Schiedsrichter Florian Exner entscheidet auf Elfmeter. Die große Chance für den FCK nach einer ganz schwachen Vorstellung doch noch einen Heimsieg einzufahren. Doch Mike Wunderlich setzt das Leder an die Latte. „Das 2:1 hätte uns gut getan. Das passt zu unserer Situation, dass wir den Ball gegen die Latte schießen“, meinte FCK-Trainer Marco Antwerpen nach der Partie. Der FCK konnte sogar froh über das 1:1 (1:0) sein. Torwart Matheo Raab parierte in der 90. Minute einen Schuss von Lars Lokotsch stark.
Die Mannschaft erhielt von den 7150 Zuschauern – darunter erstmals wieder rund 460 Fans auf den Stehplätzen in der Westkurve – nach dem Schlusspfiff ein Pfeifkonzert. Die Quittung für einen unterirdischen Auftritt. „Das ist viel zu wenig aus einer englischen Woche. Wir sind unzufrieden, enttäuscht“, haderte Antwerpen.
Führung gibt keine Sicherheit
Dabei hätte eine in der Entstehung äußerst glückliche Führung Sicherheit geben müssen. Hendrick Zuck bediente im Strafraum Kenny Prince Redondo, dessen Hereingabe köpfte Zwickaus Innenverteidiger Steffen Nkansah ins eigene Tor (19.). Es war die erste Offensivaktion der Gastgeber. Wenig später verzog Nicolas Sessa, der auf der Sechser-Position startete, aus 16 Metern deutlich (22.). Doch statt dranzubleiben, nachzulegen, überließen die Roten Teufel den Gästen die Partie. „Es sind Spieler dabei, die haben eine breite Brust. Wir sind aber elf Spieler auf dem Platz. Wir müssen daran arbeiten, dass jeder weiß, um was wir spielen“, meinte Antwerpen. Worte, die tief blicken lassen.
Fehlerhaftes FCK-Spiel
Nachdem René Klingenburg ein Sessa-Zuspiel nicht unter Kontrolle gebracht und Innenverteidiger Marvin Senger gegen FSV-Angreifer Ronny König im Strafraum ganz schlecht ausgesehen hatte, war Raab gegen den 38-Jährigen mit FCK-Vergangenheit zur Stelle (28.). Die Lauterer produzierten Fehler im Spielaufbau, Angreifer Muhammed Kiprit war bei langen Bällen gegen die beiden Innenverteidiger Nkansah und Max Reinthaler chancenlos. In der 42. Minute erarbeitete Kiprit dann aber gut das Leder, Wunderlich spielte auf Redondo, dessen Flanke Jean Zimmer per Kopf über das Tor setzte.
Das Spiel der Roten Teufel war auch nach dem Wechsel behäbig und fehlerhaft. Mal sprang der Ball bei der Annahme zu weit vom Fuß, mal kamen einfache Pässe nicht an. So bekam Philipp Hercher nach guter Zuck-Hereingabe aus zwölf Metern das Leder nicht unter Kontrolle (58.).
Der FCK bettelt um den Ausgleich
In der 64. Minute hatten die 150 FSV-Anhänger den Torschrei auf den Lippen. Im Lauterer Strafraum herrschte Chaos, eine Hereingabe von Marco Schikora landete bei Marius Hauptmann. Senger blockte dessen Versuch in höchster Not. Der FCK bettelte um den Ausgleich – und servierte mal wieder ein Geschenk. Einen langen Ball von Coskun legte der verunsicherte Senger vor die Füße von König, dessen Schuss fälschte Boris Tomiak unhaltbar für Raab ab – 1:1 (73.).
