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Donnerstag, 22. Februar 2018 Drucken

Deutsches Team

Schlussfeier

Fahnenträger: Topfavoritin Dahlmeier - Oder Paarläufer?

Olympiasieger

Aljona Savchenko und Bruno Massot feiern ihren Olympiasieg im Paarlauf. Foto: Bernat Armangue/AP

Wer wird deutscher Fahnenträger bei der Abschlussfeier der Winterspiele in Pyeongchang? Topfavoritin ist Biathlon-Star Laura Dahlmeier. Glücklich wären die Paarläufer Savchenko/Massot, wenn sie es machen dürften. Auch das Eishockey-Team darf hoffen.

Pyeongchang (dpa) - Nachdem er Deutschlands Fahne bei der Eröffnungsfeier getragen hat, will Eric Frenzel bei der olympischen Schlusszeremonie in Pyeongchang einem anderen den Vortritt lassen.

«Diese Ehre würde ich gerne abgeben. Es gibt genügend deutsche Athleten, die es verdient hätten», sagte der Nordische Kombinierer, der in Südkorea zwei Mal Gold und einmal Bronze gewann. «Ich habe meinen schönen Moment gehabt, nun soll es jemand anders erleben können.» Nur wer? Und: Muss es ein erfolgreicher Einzelsportler sein?

Nach dem sensationellen Einzug der deutschen Eishockeyspieler wären auch sie für die Hauptrolle am Sonntag (12.00 Uhr/MEZ) geeignete Anwärter - mit oder ohne Medaille. «Das wäre eine Riesensache», meinte Franz Reindl, Präsident des Deutschen Eishockey-Bundes. «Ich denke, unsere Spieler wären begeistert, wenn zum Beispiel Christian Ehrhoff ins Gespräch kommt.» Bei den Sommerspielen 2008 in Peking durfte in Basketball-Ikone Dirk Nowitzki bereits ein Mannschafts-Sportler die Fahne hereintragen, damals bei der Eröffnungsfeier.

Denkbar wären aber auch Aljona Savchenko und Bruno Massot, denen der erste deutsche Paarlauf-Olympiasieg nach 66 Jahren mit grandioser Kür-Kunst gelang. «Das würde für uns eine große Ehre sein», sagte die 34 Jahre alte gebürtige Ukrainerin. Vorbehalte, weil ihr in Frankreich geborener Partner erst seit zwei Monaten Deutscher sei und andere Athleten es mehr verdient hätten, ließ Savchenko nicht gelten: «Das müsste man akzeptieren und glücklich sein.»

Für Claudia Pechstein wäre das eine gute und nützliche Wahl. «Sie ist ja etwas kleiner und kann vielleicht die Fahne die ganze Zeit nicht alleine tragen», meinte die 46 Jahre alte Eisschnellläuferin, die eine Fahnenträger-Kandidatin für die Eröffnungsfeier gewesen war. Bei den Schlusszeremonien 1994 in Lillehammer und 2006 in Turin hatte sie nach Gold-Triumphen den Banner getragen. «Ich habe es sehr gern gemacht. Es war eine Ehre, die erfolgreichen Mannschaften rauszuführen», sagte Pechstein. Dieses Mal reist sie schon vor dem Final-Akt ab.

Bereits in die Heimat zurückgekehrt ist Skisprung-Olympiasieger Andreas Wellinger, der noch zweimal Silber dazu gewann, und ansonsten wohl einer der aussichtsreichsten Anwärter neben Biathletin Laura Dahlmeier gewesen wäre. Aber an Athleten, die Gold, Silber und Bronze holten mangelt es im Team Deutschland nicht. Zwei Olympiasieger aus dem Kreis favorisiert der viermaliger Bob-Olympiasieger André Lange, Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier 2010 in Vancouver: «Der Nordische Kombinierer Johannes Rydzek wäre ein würdiger Kandidat und Laura Dahlmeier wäre eine Topkandidatin.»

Die Qual der Wahl, einen Nachfolger für Rodler Felix Loch zu finden, der 2014 in Sotschi die Fahne bei der Schlussfeier trug, hat die deutsche Delegationsleitung um Chef de Mission Dirk Schimmelpfennig und Alfons Hörmann, den Präsidenten des Deutschen Olympischen Sportbundes. Ihnen wird sicherlich bei der schwierigen Auswahl nicht damit geholfen sein, was Sascha Benecken, zusammen mit Toni Eggert Olympia-Dritter im Rodel-Doppelsitzer, zum Thema sagte: «Jeder, der erfolgreich war, hätte es verdient.»

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