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Samstag, 24. Februar 2018 Drucken

Deutsches Team

Eisschnelllauf-Abschluss

Pechstein auf Rang 13 bei Olympia-Premiere des Massenstarts

Es war das 19. Olympia-Rennen ihrer Karriere und mit nun 46 Jahren hatte Claudia Pechstein Probleme mit den Topläuferinnen mitzuhalten. Eine Medaille war bei der Olympia-Premiere des Massenstart-Rennens für die Berlinerin nicht drin. Gold ging an Japan.

Pyeongchang (dpa) - Claudia Pechstein verließ das Eis im Gangneung Oval mit einem Lächeln.

«Ich wollte ins Finale, das habe ich geschafft. Ich bin stolz, dass ich dieses Programm hier mit 46 Jahren bei meinen siebten Spielen absolviert habe», meinte die fünfmalige Olympiasiegerin nach ihrem insgesamt 19. Rennen bei Winterspielen. Mit einem 13. Platz bei der Olympia-Premiere des Massenstartrennens konnte die Berlinerin die miserable Bilanz der deutschen Eisschnellläufer in Pyeongchang nicht mehr aufpolieren. Der Abschwung geht nach dem ersten Olympia-Abschneiden ohne Medaille nach 50 Jahren in Sotschi 2014 ungebremst weiter.

Zwei Tage nach ihrem 46. Geburtstag reichten Pechsteins Körner nicht mehr. «Ich habe mir gesagt: Medaille oder nix und habe mich deshalb auch nicht an den Zwischenspurts beteiligt. Ich wollte das Rennen mitgestalten, aber das ist mir nicht so gut gelungen», sagte sie und hustete wieder heftig in der Mixed-Zone, weil ihr die trockene Luft in der Halle zu schaffen machte.

Dabei hatte sie als passionierter Eishockey-Fan tags zuvor auf den Besuch des Halbfinals der deutschen Cracks gegen Kanada in der Nachbarhalle verzichtet, um sich nicht von ihrem letzten Rennen in Südkorea ablenken zu lassen. Das erste Olympia-Gold im Massenstart ging am Samstag an die Japanerin Nana Takagi, die sich im Spurt vor Ex-Weltmeisterin Kim Bo Reum aus Südkorea und Irene Schouten aus den Niederlanden durchsetzte.

In ihren anderen Einzel-Rennen war die fünfmalige Olympiasiegerin Pechstein zuvor nicht über die Ränge acht und neun über 5000 beziehungsweise 3000 Meter hinausgekommen. Im Teamrennen hatten die deutschen Eisschnellläuferinnen mit Platz sechs enttäuscht, nachdem sie mit Medaillen-Ambitionen angereist waren.

Schon vor dem Massenstartrennen hatte Pechstein von einer «Lotterie» gesprochen, bei der man nicht wissen, wie sie ausgehen könnte. Als Elfte der WM im Vorjahr zählte sie nicht zu den Mitfavoriten, obwohl ihr in Calgary im Dezember ein überraschender Weltcup-Coup gelungen war. Im Halbfinale konnte sie in einem erfolgreichen Zwischenspurt fünf Punkte sammeln, ein vierter Platz reichte ihr zur Verwirklichung ihres Minimalziels.

Riesenstimmung herrschte unter den 7500 Zuschauern im ausverkauften Gangneung Oval, als ihr Liebling Kim Seung Hoon im Rennen der Herren alle Konkurrenten stehen ließ und sich souverän seinen zweiten Olympiasieg sicherte. Vor acht Jahren in Vancouver hatte er noch davon profitiert, dass Hollands Superstar Sven Kramer auf dem Weg zu Gold über 10 000 Meter wegen eines falschen Bahnwechsels disqualifiziert worden war. Es war das einzige Gold für die Olympia-Gastgeber in den Eisschnelllauf-Wettbewerben.

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