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Eulen

Ungeduldig ins Verderben

HANDBALL: Eulen Ludwigshafen gehen nach der Pause gegen Füchse Berlin unter

VON HORST KONZOK

Samstag, 20.30 Uhr: Eulen-Neuzugang Azat Valiullin kommt ins Spiel. Auf dem Russen ruhen viele Hoffnungen.

Samstag, 20.30 Uhr: Eulen-Neuzugang Azat Valiullin kommt ins Spiel. Auf dem Russen ruhen viele Hoffnungen. ( Foto: Kunz)

«LUDWIGSHAFEN.» Die Halle mit 2350 Zuschauern ausverkauft, eine Halbzeit ein gleichwertiger Gegner und dann doch wieder an krassen Unzulänglichkeiten im Abschuss gescheitert: Handball-Bundesligist Eulen Ludwigshafen unterlag am Samstagabend dem Tabellenzweiten Füchse Berlin 19:25 (12:14).

„In der zweiten Halbzeit hatten wir einen Lauf mit 7:0 und 9:2, da war das Spiel gelaufen“, kommentierte Füchse-Trainer Velimir Petkovic den klaren Sieg. In der 39. Minute sah es noch nicht danach aus. Roko Peribonio hielt gut, die Abwehr arbeitete gut und dank zweier verwandelter Siebenmeter des clever zockenden Denni Djozic waren die Eulen beim 14:16 noch dran. Dann aber war Ebbe. Fahrkarte auf Fahrkarte, dazu ein grandioser Petr Stochl im Tor der Berliner vermasselten den Eulen die Tour. „Er hat 50 Prozent der Bälle gehalten“, zeigte sich Eulen-Trainer Ben Matschke merklich beeindruckt vom Schlussmann der Füchse, der nach 23 Minuten für Silvio Heinevetter kam.

In der 51. Minute nach zwölfminütiger Torlosigkeit erst trafen die Ludwigshafener wieder. Das 15:23 durch Pascal Duraks Siebenmeter, das erst dritte Tor nach der Pause, belegt die halsbrecherische Flaute. Die Wurfausbeute der Eulen war ärmlich! Erst in der 54. Minute gelang den Eulen das erste Feldtor nach der Pause: Pascal Bührer hämmerte den Ball in die Maschen – 16:24!„Die Füchse hatten auch Ausfälle, hatten am Mittwoch ein Spiel. Da hatten wir uns schon etwas ausgerechnet. Aber mit sieben Toren in der zweiten Halbzeit ... Das geht gar nicht“, zeigte sich Rechtsaußen Durak enttäuscht.

„In der ersten Halbzeit schaffen wir es, die Berliner Abwehr in Bewegung zu bringen, dann kamen klare Würfe“, sagte Matschke, der seine Angreifer nach der Pause „oft zu ungeduldig“ sah. „0:7 nach dem 14:16 – das war ausschlaggebend“, sagte Matschke: „Die Abwehr war nicht das Problem. Gegen diese starke 6:0-Abwehr aber müssen wir geduldiger sein.“

Sein Debüt im Dress der Eulen gab Azat Valiullin, der in der Winterpause vom TBV Lemgo kam: Sechs Würfe, drei Tore, dabei zwei sehenswerte Treffer durch Tempogegenstöße und ein Aluminiumtreffer stehen zu Buche. „Man hat gesehen, dass er zeigen möchte, was er drauf hat. Ich war zufrieden, speziell über seine Abwehrarbeit“, bilanzierte Ben Matschke, wohlwissend, dass die Harmonie des Neuen mit der Rest-Belegschaft nach so kurzer Zeit noch nicht perfekt sein konnte. „Wenn man verloren hat, ist es immer schwer, zufrieden zu sein. Wir haben nach der Pause zu viele technische Fehler gemacht“, sagte der 27 Jahre alte Russe, der die Stimmung in der Friedrich-Ebert-Halle allerdings in vollen Zügen genoss: „Geil!“

So empfand das auch Stefan Hanemann. „Ich bin sehr zufrieden mit Stefan“, lobte Trainer Matschke den neuen Torwart, der bei seinem Kurzeinsatz zwei Siebenmeter des fast perfekten Spezialisten Hans Lindberg parierte. „Ich bin glücklich, dass ich ein paar Minuten Bundesliga schnuppern durfte“, sagte der aus Konstanz gekommene Torhüter, der sich sehr wohl bei den Eulen fühlt. Kevin Klier und Roko Peribonio sind seine Kollegen, seine Kameraden, nicht Rivalen. „Die Mannschaft ist super“, schwärmte der 22-Jährige. Ein Linkshänder soll noch kommen.

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