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Montag, 28. Mai 2018 Drucken

Eulen

Frust bleibt zur Pause in der Kabine

Handball: Rhein-Neckar-Löwen schlagen Eulen Ludwigshafen 34:26 – Champions-League-Platz ist sicher

Von Udo Schöpfer und Marek Nepomucky

Mads Mensah Larsen setzt sich für die Löwen durch.

Mads Mensah Larsen setzt sich für die Löwen durch. ( Foto: KUNZ)

Eule Gunnar Dietrich hebt ab. Hendrik Pekeler blockt.

Eule Gunnar Dietrich hebt ab. Hendrik Pekeler blockt. ( Foto: KUNZ)

«Mannheim.»Die Rhein-Neckar-Löwen gewannen gestern das Derby gegen die Eulen Ludwigshafen souverän 34:26 (18:16) und haben sich Platz zwei und damit den Sprung in die Champions League gesichert, denn die Füchse Berlin verloren in Melsungen. Für die Eulen geht es am Sonntag gegen den HC Erlangen um alles oder nichts.

Als die Löwen kurz nach 14 Uhr die SAP-Arena betraten, wussten sie, dass der Spitzenreiter SG Flensburg-Handewitt sich keine Blöße gab und das Spiel beim Abstiegskandidaten TuS N-Lübbecke mit drei Toren Unterschied gewann. Die Eulen schauten erst einmal Heiner Brand über die Schulter. Der frühere Bundestrainer und Sky-Co-Kommentator verfolgte die letzten Minuten „seines“ VfL Gummersbach und sah einen Erfolg der Oberbergischen – der VfL ist am rettenden Ufer. Eine Chance haben die Eulen noch ...

 

Sie konnten gestern nur knapp 30 Minuten mithalten, dann zog der Meister davon, dann zeigte sich der Champion vom Tiefschlag am Donnerstag einigermaßen erholt. Am Donnerstag verspielten die Löwen vermutlich die Titelverteidigung, als sie zu Hause 23:24 gegen die MT Melsungen unterlagen. „Wie sehr der Stachel saß, hat man in der ersten Halbzeit gemerkt. Die Niederlage gegen Melsungen, das war bisher der schlimmste Moment in meiner Karriere. In der Pause haben wir den Frust in der Kabine gelassen“, sagte Kreisläufer Hendrik Pekeler. Sein Trainer Nikolaj Jacobsen setzte von Beginn an auf Sieben-gegen-Sechs im Angriff, er schonte zudem die Asse Patrick Groetzki, Gudjon Valur Sigurdsson und Alexander Petersson. Mit der Einwechslung von Torhüter Mikael Appelgren wurde die Löwen-Abwehr stabiler, dem Außenseiter gelangen ab der 27. Minute nur noch acht Tore. Lediglich mit dem sehr starken Alexander Feld hatten die Löwen so ihre Probleme.

 

„Man hat dann gesehen, welche Qualität die Löwen haben, sie haben immer Lösungen gefunden, der Sieg war ungefährdet“, meinte Eulen-Trainer Benjamin Matsche. Das Verhältnis der beiden Klubs ist prima, Matschke sprach dennoch von einem skurrilen Moment. „Da haben wir den Flensburgern die Daumen gedrückt, dass sie in Nettelstedt gewinnen – und die Löwen haben gehofft, dass Nettelstedt Flensburg besiegt“, sinnierte Matschke. Der Sportliche Leiter der Löwen, Oliver Roggisch, räumte ein, dass die letzten Tage nicht einfach waren. „Das sind Tage, die man nicht mehr erleben will. Jetzt wissen wir, was alles passieren kann. Die Mannschaft hat dennoch eine Riesensaison gespielt.“ Regisseur Andy Schmid meinte: „Flensburg wird sich das nicht mehr nehmen lassen. Wir haben zum schlechtesten Zeitpunkt in der Saison unsere schlechtesten Leistungen gezeigt. Wir waren nicht scharf genug.“

 

Bester Löwe war gestern Harald Reinkind, der nach der Saison zum THW Kiel wechselt. Er bewarb sich für das Tor des Jahres. Der Treffer zum 32:24 waren eine Augenweide, fiel nach zweimaligem Kempa-Trick. Pass von Andy Schmid auf Jerry Tollbring, im Flug gab er den Ball zu Harald Reinkind weiter – und der Norweger traf vom zweiten Stockwerk aus. „Wir waren am Ende der Saison nicht gut genug“, betonte Nikolaj Jacobsen, der mit seinem Team am Sonntag den SC DHfK Leipzig erwartet. Mit dem „Hattrick“ rechnet bei den Löwen wirklich niemand mehr.

   

 

So spielten sie

Rhein-Neckar-Löwen:

Reinkind (8), Schmid (6/5), Larsen (5) - Radivojevic (4), Tollbring (4) - Pekeler (3), Baena (2) - Palicka (1. - 18. und 51. - 60), Appelgren (18. - 51.), Taleski, Ekdahl du Rietz (2)

Die Eulen Ludwigshafen:

Hanemann (1), Peribonio (20. - 30.), Klier (ab 30.) - Schmidt (5), Feld (7), Dietrich (2) - Durak, Djozic (4/2) - Dippe (2) - Stüber, Hruscak (2), Valiullin (2), Falk (1), Scholz

Spielfilm:

4:4 (5.), 8:8 (13.), 11:12 (19.), 14:13 (24.), 18:16 (29.), 20:17 (37.), 23:19 (42.), 27:21 (49.), 30:22 (54.) - Siebenmeter:

5/5 - 3/2 - Zeitstrafen:

2/3 - Beste Spieler:

Reinkind, Schmid, Appelgren - Feld, Schmidt, Dietrich - Zuschauer:

8156 - Schiedsrichter:

Thöne/Zupanovic (Lilienthal/Berlin).

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