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Mittwoch, 05. September 2018 Drucken

Handball

HBL

Flensburg setzt vor dem Derby ein starkes Zeichen

Torjubel

Flensburgs Holger Glandorf bejubelt einen Treffer im Spiel gegen die Füchse Berlin. Foto: Jörg Carstensen

Titelverteidiger Flensburg-Handewitt ist bereit für den ersten Saisonknüller gegen Kiel. Nach dem bestandenen Härtetest in Berlin will man nun auch den hoch gewetteten Erzrivalen in die Schranken weisen.

Berlin (dpa) - Nach der Machtdemonstration beim früh entzauberten Geheimfavoriten Füchse Berlin nahm der deutsche Handball-Meister SG Flensburg-Handewitt umgehend den Kracher gegen Rekord-Champion THW Kiel ins Visier.

«Das Derby zu Hause - darauf haben alle Bock», sagte Ex-Nationalspieler Holger Glandorf vor dem 98. Duell der Erzrivalen am 9. September. «Ganz Flensburg wird kochen.»

Mit dem 30:25-Erfolg beim EHF-Cup-Sieger setzte der Titelverteidiger ein Zeichen. Trotz des personellen Umbruchs im Sommer mit dem Abgang von sechs Leistungsträgern ist mit der SG auch in dieser Saison im Kampf um die Meisterschale zu rechnen. «Mit dieser neuen Truppe schon solche Siege zu feiern, gerade hier in Berlin, das ist sehr, sehr wichtig», stellte Glandorf fest. Mit sechs Treffern trug der 35 Jahre alte Routinier maßgeblich dazu bei. Daneben überragten Top-Schütze Lasse Svan (7 Tore) und der zur Pause eingewechselte Torwart Benjamin Buric.

SG-Trainer Maik Machulla war nach dem dritten Sieg im dritten Spiel begeistert von seinen Schützlingen, die zur Halbzeit noch mit zwei Toren zurückgelegen hatten. «Wir haben noch viel zu tun. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Es ist schön zu sehen, wie die Entwicklung vorangeht», lobte Machulla.

Ähnlich sah es Glandorf. «Wir haben noch einiges zu verbessern», sagte der Routinier: «Aber es war überragend, wie wir die Partie gedreht haben. Wir können sehr viel Selbstvertrauen aus den ersten drei Spielen mitnehmen.»

Am Samstag kommt nun der nach einem biederen 28:24 gegen den TBV Lemgo Lippe ebenfalls noch ungeschlagene Erzrivale aus Kiel in die ausverkaufte «Hölle Nord», wie die eigene Halle genannt wird. Dort feierte der THW im Vorjahr in der Bundesliga und in der Champions League gleich zwei Siege. «Kiel ist Topfavorit auf den Titel. Die werden mit allem kommen, was sie haben», prophezeite Machulla und kündigte an: «Wir werden dagegen halten und uns nicht verstecken. Wir freuen uns riesig auf dieses Spiel und wollen ein Handball-Fest feiern.»

Ernüchterung herrscht dagegen bei den Füchsen, die ihre Jagd auf den ersten Meistertitel nach der zweiten Saisonpleite wohl schon abblasen müssen. Der Ausfall von mehreren verletzten Spielern ist derzeit nicht zu kompensieren, zumal Leistungsträger wie Mattias Zachrisson oder Paul Drux ihrer Form derzeit hinterherlaufen. «Sie sind noch nicht auf dem Leistungsniveau, wie sie sein sollten und wie wir es von ihnen gewohnt sind», sagte Geschäftsführer Bob Hanning.

Zudem wirkt der vom FC Barcelona ausgeliehene Tunesier Wael Jallouz noch wie ein Fremdkörper im Team. «Für alle war er der Königstransfer. Aber im Moment ist er nicht da, weil er körperlich nicht fit ist», kritisierte Hanning. Der Geschäftsführer forderte mit Blick auf die nächsten Aufgaben gegen Hannover und Magdeburg: «Wir haben noch Potenzial nach oben, und da müssen wir die Mannschaft in den nächsten Tagen hinbekommen.»

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