Fußball Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft in der Einzelkritik

Sieg in Stuttgart
Die Spieler bedanken sich nach dem Spiel bei den Fans.

Die deutsche Auswahl kann auch das zweite Gruppenspiel für sich entscheiden und hat die Achtelfinalteilnahme nun bereits sicher. Beim 2:0-Sieg gegen Ungarn in Stuttgart treffen Jamal Musiala und Ilkay Gündogan. Im Tor kann sich Manuel Neuer mehrfach auszeichnen. Die deutschen Nationalspieler in der Einzelkritik:

Stuttgart (dpa) - Neuer: Keine Diskussionen mehr. Im EM-Rekordspiel eine souveräne Nummer eins. Rettete nach wenigen Sekunden gegen Sallai, fischte Szoboszlais Freistoß (26.) aus dem Winkel. 

Kimmich: Die rechte Außenbahn ist längst wieder sein Revier. Mit klugen Spieleröffnungen und hinten zur Stelle, wenn es wichtig war. Das kann endlich auch sein Turnier werden. 

Rüdiger: Mit seiner ganzen Physis gefordert. Ging resolut zur Sache. Nur sein ulkiges Bein-Gezappel kurz vor der Pause erinnerte an den unnötigen Usain-Bolt-Schritt in Katar. 

Tah: Musialas Tor eingeleitet und hinten top, nicht nur gegen Szoboszlai (29.). Der Leverkusener spielt auch bei der EM in absolut meisterlicher Verfassung. 

Mittelstädt: Ein gutes EM-Heimspiel des Stuttgarters. Hätte noch mehr ins Spiel eingebunden werden können, wie beim Top-Assist für Gündogan. Ärgerliche Gelbe Karte.

Andrich: Dieses Spiel war nach seinem Geschmack. Warf seine Wucht in die Zweikämpfe. Verhinderte mit einem wichtigen Block (6.) den Rückstand. Offensiv ein schöner Volley (12.).

Kroos: Das Hirn des deutschen Spiels. Beruhigte und lenkte, wie man es kennt, auch wenn diesmal nicht jeder Pass ankam. Seine Eckbälle sollten gegen die Schweiz gefährlicher sein. 

Musiala: Der Mann für die Wow-Effekte. War mit seinen Dribblings zu schnell für die Ungarn. Und er netzte wieder mit ordentlich Pfeffer ein. Auf dem Weg zum EM-Topstar. 

Gündogan: Wieder ein echter Kapitän. Im Zentrum kluger Passgeber. Sein Einsatz gegen Orban machte Musialas Tor erst möglich. Und dann schlug er noch selber zu. 

Wirtz: Kleine Zauberpause. Lief viel, doch das Spiel lief oft an ihm vorbei. Wichtig war sein schneller Querpass vor dem Strafraum vor Musialas Tor. Für Sané ausgewechselt.

Havertz: Prüfte Ungarn-Keeper Gulacsi (11.) und öffnete im Zentrum viele Räume für die Kollegen. Ihm selbst fehlte oft die letzte Präzision für einen weiteren EM-Treffer. 

Füllkrug: Kam nach knapp einer Stunde für Havertz. Diesmal ohne gefährlichen Abschluss. Die Fans lieben ihren «Fülle» auch ohne weiteren Treffer. 

Sané: Prüfte Gulasci bald nach der Einwechslung aus der Distanz. Ein zweiter Versuch glich eher einem Field Goal beim Football. Sein Joker-Moment muss noch kommen. 

Führich: Bekam vor dem Stuttgarter Heimpublikum das angekündigte EM-Gimmick von Nagelsmann. Schaltete sich mit Dribblings ein. Ein Schuss von links misslang. 

Can: Auch ohne weiteres Tor geht seine kuriose EM-Story weiter. Vom Urlauber zum zweiten Joker-Einsatz. Unterband sofort einen Konter. Das ist seine Kernaufgabe. 

Undaz: Der dritte Schwabe bekam von Nagelsmann sieben EM-Minuten. Die VfB-Fans im Stadion feierten ihn sofort mit Sprechchören.

An dieser Stelle finden Sie ein Video via GlomexSport.

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