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Samstag, 08. September 2018 Drucken

FCK

Zur Sache: Weltmeisterlicher Kader

Der Welt- und Europameister schickt einen Weltmeister in die Partie: Berti Vogts (71), der beim Benefizspiel heute (15.05 Uhr) auf dem Betzenberg die Deutschen Fußball-Legenden als Gegner der FCK-Meistermannschaft 1998 coacht, kann Guido „Diego“ Buchwald (57) aufbieten, der mit tollen Auftritten entscheidend zum WM-Titel 1990 beigetragen hat.

Vogts, der dem geplanten Expertenbeirat Nationalmannschaft angehören soll, will auch heute seine ganze Fußballerfahrung einbringen. „Wir wollen uns ja nicht blamieren“, sagte der Europameistercoach von 1996 verschmitzt grinsend.

Am Donnerstag hat er das 0:0 der deutschen Elf gegen Weltmeister Frankreich live in der Münchner Arena verfolgt. Dass Bundestrainer Joachim Löw vier Innenverteidiger in die Viererkette gestellt hat, „das hat er von dir gelernt, Otto“, sagte Vogts gestern lachend mit Blick auf seinen Trainerkollegen Rehhagel.

Timo Hildebrand (39), heute fürs „Legenden“-Tor im Aufgebot, legte indes ein Geständnis ab: Er war FCK-Fan. „Ich hatte sogar FCK-Poster in meinem Zimmer.“ Der einstige Nationaltorhüter ist in der Nähe von Worms aufgewachsen. „Und der FCK war der Verein mit der größten Emotion im Umland. Und als ich auf dem Sprung zum Profi war, war ich mehrere Tage zum Probetraining bei Gerry Ehrmann.“ Hildebrand, der damals, wie er sagt, zwischen Köln, Stuttgart und dem FCK wählen konnte, entschied sich gegen Gerry und für die Schwaben. „Weil mir seine Schule zu hart war“, gestand er grinsend. „Ich wollte nicht unbedingt im Training über Fahrräder springen.“ FCK-Fan ist er trotzdem geblieben. Auch noch als VfB-Torwart. Aber: „Irgendwann springt dann das Herz über zum anderen Klub.“ Als der FCK 1998 Meister wurde, spielte er in der U19 der Schwaben und für den VfB II. Aus der Ferne habe er sich aber gefreut, „dass so ein Verein wie Kaiserslautern als Aufsteiger deutscher Meister wird“.

Was mit dem FCK dann weiter passiert ist – bis hin zur aktuellen Drittklassigkeit –, findet er „jammerschade“. Für Hildebrand hat der FCK nur eine Chance, wenn er auf seine Tugenden setzt, wenn die Mannschaft leidenschaftlich ist, zusammensteht, für den FCK brennt. „Dann kann so ein Verein wie der FCK auch mal durchmarschieren.“ |osp/huzl

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