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Montag, 11. März 2019 Drucken

FCK

Sportfreunde: Bayern-Besieger-Trikot findet Platz im FCK-Museum

Ein legendäres Trikot ziert jetzt das FCK-Museum im Fritz-Walter-Stadion. Bei der Übergabe gestern auf dem „Betze“ von links: Andreas Buck, Thomas Riedl, Horst Konzok und Wilfried de Buhr.

Ein legendäres Trikot ziert jetzt das FCK-Museum im Fritz-Walter-Stadion. Bei der Übergabe gestern auf dem „Betze“ von links: Andreas Buck, Thomas Riedl, Horst Konzok und Wilfried de Buhr. ( Foto: KUNZ)

Sein Herz schlägt für den FCK: Thomas Riedl, 1998 Mitglied der Meistermannschaft des 1. FC Kaiserslautern, heute 42, hat 189 Bundesligaspiele bestritten. 156 für den FCK, 33 für 1860 München. Er schoss ein Tor für die „Löwen“ – und schrieb mit seinem goldenen Tor gegen Bayern München Bundesliga-Geschichte.

Das Trikot, das Riedl damals trug, hat gestern seinen Platz im FCK-Museum gefunden. Die Geschichte hinter der Geschichte: 27. November 1999, 1860 München gegen Bayern München – das Derby in der Fußball-Bundesliga. Die Bayern mit voller Kapelle: Kahn, Jeremies, Scholl, Effenberg, Jancker, Salihamidzic und so weiter. Aber die „Löwen“ – mit Thomas Häßler, Martin Max und Marco Kurz – gewinnen 1:0. „Wir hätten an dem Tag auch sechs machen können“, sagt Thomas Riedl beim Blick zurück. Das Siegtor hat er, der Mann mit der Nummer 23, geschossen: Riedl, der Ex-Lauterer, trifft mit einem Sonntagsschuss in der 85. Minute. Er ist der „König der Löwen“.

Sein Trikot aber landet noch am gleichen Abend in der Pfalz, in Zellertal. Und das kam so: Auf dem Weg zum Olympiastadion telefoniert an jenem verregneten Samstag RHEINPFALZ-Sportredakteur Horst Konzok mit Jürgen Rische, damals noch beim FCK, aber kurz vor dem Wechsel nach Wolfsburg. Rische, ein guter Freund Riedls, sagte in bestem Sächsisch: „Sach’ dem Thomas nen’ schänen Gruß – er soll denen einen reinhauen.“ Der Gruß samt Wunsch wird vorm Anpfiff bestellt und die Bitte Konzoks, am Ende Riedls Trikot als Geschenk zum 13. Geburtstag von Sohn Timo zu bekommen, formuliert. „Kriegst du“, verspricht Riedl. Am Ende tragen die Sechziger ihren Helden in die Fankurve. Riedl aber hat sein Versprechen nicht vergessen, eilt zur Haupttribüne und verschenkt sein Trikot. Das hängt fast 20 Jahre im Kinderzimmer in Zellertal. Aus dem Grün am Trikotärmel ist längst ein Braun geworden.

Gestern bekam Tommy Riedl sein Trikot zurück. „XXL – heute würde es mir passen“, sagte Riedl gestern, als er den Dress vor dem Anpfiff der Partie gegen Jena an Wilfried de Buhr und Andreas Buck, die ehrenamtlichen Vorsitzenden des FCK, übergab. Das Trikot findet seinen Platz im FCK-Museum.

Riedl, heute in der Versicherungsbranche tätig, ist als Jugendtrainer in der von Ex-Kollege Roos, dem treuen Axel, geführten Fritz-Walter-Jugend tätig. Der FCK aber ist und bleibt Riedls Verein. Herzenssache – wie bei Andi Buck, dem Turbo der Meistermannschaft. |zkk

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