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Dienstag, 12. März 2019 Drucken

FCK

Silberhochzeit mit dem FCK

Von Horst Konzok

Horst Schömbs folgte 1994 auf Udo Scholz.

Horst Schömbs folgte 1994 auf Udo Scholz. (Foto: Kunz)

Horst Schömbs ist die Stimme auf dem Betzenberg. Am 12. März vor 25 Jahren feierte er Einstand bei seinem Herzensverein.

Beim Einstand von Horst Schömbs als Stadionsprecher gewann der 1. FC Kaiserslautern durch ein Tor von Martin Wagner 1:0 gegen den SC Freiburg. Das war am 12. März 1994 – der FCK spielte in der Fußball-Bundesliga eine führende Rolle mit Protagonisten wie Ehrmann, Brehme, Sforza, Kadlec und Kuntz.

Horst Schömbs kommt aus Ingelheim. Dort spielte er Fußball. Als das nicht mehr ging, machte er die Pressearbeit der Spielvereinigung und die Stadionansagen. Parallel wurde er Stadionsprecher beim Oberligisten SV Wiesbaden, 1991 folgte der Sprung zum FSV Mainz 05. Den Kontakt zum FCK schuf der inzwischen verstorbene frühere Nationalspieler Karl Schmidt. Norbert Thines, damals Präsident, Schatzmeister Günter Klingkowski und Geschäftsführer Klaus Fuchs gaben Schömbs am Aschermittwoch die Zusage, am Ende der Saison 1993/94 beendete der sein Engagement bei den Mainzern.

WM-Helden persönlich kennengelernt

Die Liebe zum FCK hatte Schömbs’ Vater, der Fritz Walter verehrte, geweckt. Eine Langspielplatte mit den WM-Reportagen von 1954 kannte Schömbs in- und auswendig. 1973, Schömbs war Lehrling in der Landesbank Rheinland-Pfalz in Mainz, erfuhr er, dass Werner Kohlmeyer, einer der fünf Lauterer Weltmeister von 1954, gegenüber im AZ-Verlagshaus als Portier arbeitete. In der Mittagspause holte sich Schömbs sein Autogramm. Später lernte er Horst Eckel, Fritz und Ottmar Walter persönlich kennen und schätzen.

Schömbs hat viel erlebt – beim FCK und mit dem FCK. Heute bildet er ein Gespann mit RPR-Moderator Holger Schröder, mit dessen Vorgängern Debbie Reuter oder Veit Berthold bestehen bis heute freundschaftliche Kontakte. „Für mich ist das ein ganz besonderer Fußball-Club – er ist nicht einfach. Aber unheimlich authentisch. Im Fanbereich ist er grandios“, schwärmt Schömbs, der die Kontakte zu den Fans liebt und pflegt. „Für mich gibt es nur Kaiserslautern – egal was passiert ist. Es ist und bleibt ein besonderer Verein“, sagt Schömbs, der großes Vertrauen in die Arbeit von Martin Bader und Michael Klatt, den führenden Köpfen, setzt.

Fünf WM-Spiele moderiert

Abstieg und Pokalsieg 1996, Aufstieg 1997, Meisterschaft 1998, Abstieg 2006, Aufstieg 2010, Abstieg 2012, 2018 der Tiefpunkt – der Abstieg in die Dritte Liga. Die WM 2006 – Schömbs moderierte fünf WM-Spiele auf dem „Betze“: „Ein absoluter Höhepunkt.“ Aber ein Spiel hat er ganz besonders verinnerlicht: 18. Mai 2008 – die Rettung vor dem Abstieg in die Dritte Liga beim 3:0 gegen den 1. FC Köln. „Das Trikot von Marcel Ziemer, der zweimal traf, halte ich in Ehren“, sagt Schömbs, der Jürgen Klopp als besonderen Trainer und Miro Klose als besonderen Spieler verehrt.

Heute hat Horst Schömbs, inzwischen 62, Silberhochzeit mit dem FCK. Mittwochabend ist er beim Heimspiel gegen Eintracht Braunschweig wieder am Mikrofon. Die Stimme des FCK – der Fan der Fans.

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